27-Jähriger vom Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

Mit Axtstiel auf Mann eingeschlagen

Korbach/Volkmarsen - Zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilte das Amtsgericht Korbach unter Vorsitz von Amtsrichter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling einen 27-jährigen Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Kraftfahrer und Landmaschinenschlosser einen anderen jungen Mann mit einem Axtstiel geschlagen. Der Angeklagte erklärte, er habe einige Tage vor dem Tattag im März 2012 eine heftige Diskussion zwischen dem Mann und einer jungen Frau schlichten wollen, was aber Unmut erzeugt habe. Ein paar Tage später sei dann die Frontscheibe seines Autos eingeschlagen gewesen. Er habe angenommen, dass dies ein Racheakt gewesen sei.

Der Verletzte berichtete, am 17. März habe der Angeklagte gegen Mittag unvermittelt mit einem Axtstiel zweimal auf ihn eingeschlagen. Er habe noch die Arme hochheben können und so die Schläge abgewehrt. Im Krankenhaus wurden Prellungen und oberflächliche Hautabschürfungen an Unterarm und Ellenbogen festgestellt.

Der Angeklagte sagte, er sei an dem Samstagmittag gar nicht in Volkmarsen gewesen. Er habe an diesem Tag bei seinem Vater in Nieder-Waroldern Mopedteile für einen Bekannten abgeholt. Dieses bestätigten zwar der Vater und der Bekannte, beide konnten aber nach Auffassung des Gerichts das genaue Datum nicht nennen.

Unmittelbare Zeugen für die Tat gibt es nicht, aber das Gericht schenkte den Zeugen des Geschädigten mehr Glauben. Diese hatten den Verletzten im Auto mitgenommen und ins Krankenhaus gebracht. Dabei hatte der Verletzte direkt nach der Tat von der Attacke berichtet und den Namen des Angeklagten genannt.

Da der Angeklagte noch nicht vorbestraft sei, reiche die Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsstrafe aus, begründete Richter Kalhöfer-Köchling das Urteil. Außerdem könne darum die Vollstreckung der Strafe für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt werden. Der Angeklagte muss für die Gerichtskosten und für die Kosten der ärztlichen Behandlung aufkommen. Außerdem verurteilte ihn der Richter zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 600 Euro. (mm)

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