Bachlauf der Twiste bei Braunsen wird mit schwerem Gerät neu modelliert

Bagger sollen Natur nachbilden

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Bagger und Lkw in der Twiste-Aue zwischen Braunsen und dem Twistevorstau: Mit schwerem Gerät wird die Uferzone abgeflacht, damit der Bach sich besser ausbreiten kann. Dadurch verringert sich die Fließgeschwindigkeit. Schwebstoffe können sich hier absetzen und gelangen nicht als Sediment in den See. 

Bad Arolsen - Braunsen. Um die Schlammablagerungen im Twistesee und im Twistevorstau zu verringern, investiert der Hessische Wasserverband Diemel in diesen Tagen rund 170 000 Euro in Erdbewegungen am Ortsrand von Braunsen.

Bad Arolsen - Braunsen. Um die Schlammablagerungen im Twistesee und im Twistevorstau zu verringern, investiert der Hessische Wasserverband Diemel in diesen Tagenrund 170 000 Euro in Erdbewegungen am Ortsrand von Braunsen.

Der Kern des Problems sind bekanntlich Äcker, die zu nah bis an den Bachlauf der Twiste gepflügt werden. Bei jedem großen Regenschauer wird Erdreich abgetragen, das sich bald darauf als Sediment im Twistesee und im Vorstau ablagert. In den vergangenen 30 Jahren ist der Vorstau auf diese Weise fast völlig verlandet.

Der Wasserverband Diemel hat daher bereits den Vorstaus teilweise ausbaggern lassen. In diesem Herbst wird nun eine weitere Maßnahme aus dem Sanierungskonzept umgesetzt: Die Renaturierung des Bachlaufes vom Ortsrand Braunsen bis zum Vorstau. Zur besseren Vernetzung des Fließgewässers mit der Aue sind großflächige Abflachungen der Uferbereiche vorgesehen.

Damit verbunden ist eine Verringerung der Fließgeschwindigkeit der Twiste. Sedimente bekommen die nötige Zeit, sich hier abzulagern. Der Einbau von fünf Sohlschwellen soll zudem die Tiefenerosion unterbinden. So wird auch erreicht, dass die Altarme der Twiste wieder mehr Wasser bekommen und als Laichgewässer für Fische und Amphibien dienen. In der Folge profitieren auch Pflanzen, Insekten und Vögel. (es)

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