Bad Arolsen

Barock-Festspiele in Region verwurzelt

- Bad Arolsen (-ah-). Beim Auftakt der 25. Arolser Barock-Festspiele lachte die Sonne, und der Besuch beim Festakt und dem Eröffnungskonzert war enorm.

Mit faszinierenden Vorführungen der Falknerin Tajana Schmücker aus Bad Wünnenberg, Darbietungen des Parforcehornbläserchores Vöhl, Kabinettsstückchen von Barockreiterinnen sowie in Barockkostümen flanierenden jungen Frauen und Männern wurden die ersten Besucher der Eröffnungsfeier empfangen. Zum guten Schluss gab es für Gäste des Eröffnungsfestaktes im restlos besetzten Steinernen Saal ein Stück Jubiläumstorte, gebacken von Bäcker- und Konditormeister Heinrich Isenberg. Mitreißend musikalisch umrahmt von den Playfords, bot der Festakt Gelegenheit zum Rückblick auf 25 Jahre Barock-Festspiele - mit allen Höhen und Tiefen. Der wechselhaften Entwicklung zum Trotz, sei das Musikfest stets eine maßgebliche Konstante im kulturellen Leben Bad Arolsens geblieben, erklärte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Auf Anregung des damaligen Bezirkskonservators Prof. Dr. Michael Neumann entwickelte der Volksbildungsring unter der künstlerischen Leitung von Rainer W. Böttcher das Barockfest, musikwissenschaftlich begleitet von dem Waldecker Prof. Dr. Friedhelm Brusniak. Die Initiatoren hätten ein hochklassiges Programm zusammengestellt und dabei auch dem Nachwuchs und Künstlern aus der Region eine Bühne geboten, sagte der Bürgermeister. Durch hohes ehrenamtliches Engagement erwarben sich die Festspiele einen überregionalen Ruf. In dem Bestreben, Bewährtes fortzuführen, hätten die folgenden Intendanten Marieke Rabe und Walter Geist neue Akzente gesetzt. Stolz sei die Stadt - inzwischen Veranstalterin, dass sie die renommierte Künstlerin Prof. Dr. Dorothee Oberlinger im vorigen Jahr als neue künstlerische Leiterin habe gewinnen können: „Mit ihr haben die Barock-Festspiele nicht nur ein neues Gesicht erhalten, sondern auch neue Vielfalt erfahren.“ Neben den ehrenamtlichen Unterstützern seien es viele Sponsoren und Förderer, die die Festspiele über den langen Zeitraum mit ermöglicht hätten. Stellvertretende nannte er das Land Hessen, den Kreis Waldeck-Frankenberg und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. „Was man behalten will, das muss man auch nutzen“, rief Landrat Dr. Reinhard Kubat den Zuhörern zu und wünschte dem Fest viele Besucher. Alles müsse für den Fortbestand der Barock-Festspiele getan werden, unterstrich er. Kultur sei ein Bedürfnis des Menschen, ein unverwechselbarer Ausdruck der Gesellschaft und eines Lebensgefühls - wie eben des Barockzeitalters. Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 4. Juni 2010.

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