Bad Arolsen

Barock-Festspiele sind Besuchermagnet

- Bad Arolsen (-ah-). Zufriedene Mienen und zuversichtlicher Ausblick zum Abschluss der 25. Arolser Barock-Festspiele.

Künstlerisch erfolgreich, vom Publikum mit viel Beifall bedacht, für die heimische Gastronomie ein Zugewinn und für die Stadt als Veranstalterin eine gute Werbung: Auf diesen Nenner lässt sich das Zwischenfazit bringen. Bürgermeister Jürgen van der Horst erwartete am Samstagmorgen eine Auslastung von 80 bis 85 Prozent bei den zehn kostenpflichtigen Veranstaltungen. So sei das wirtschaftliche Ziel erreicht worden, bei einem Budget von insgesamt 130 000 Euro das Defizit nicht auf über 40 000 Euro steigen zu lassen: „Das ist gut investiertes Geld, wenn man die Werbewirksamkeit für Bad Arolsen betrachtet“, sagte der Rathauschef. Zeitnah werde der Magistrat entscheiden, ob es auch im kommenden Jahr Barock-Festpiele geben werde. Am Abend, nach dem fulminanten Abschlusskonzert mit Sonatori de la Gioiosa Marca, dem Violinisten Giuliano Carmignola sowie Festival-Leiterin Dorothee Oberlinger, erklärte van der Horst auf der Bühne vor dem voll besetzten Saal der Fürstlichen Reitbahn: „Ich hoffe, Sie geben uns auch im nächsten Jahr wieder die Ehre.“ Der Magistrat würde gerne die nunmehr zum zweiten Mal engagierte künstlerische Leiterin Prof. Dr. Dorothee Oberlinger unter Vertrag nehmen: „Wir wünschen uns eine Fortsetzung der Festspiele mit Frau Oberlinger“, erklärte der Bürgermeister weiter bei der Zwischenbilanz. Verhandelt worden sei noch nicht über eine erneute Zusammenarbeit. „Ich stehe wieder bereit“, signalisierte die renommierte Musikerin, die beim ausverkauften Abschlusskonzert selbst als Flötistin auf der Bühne stand. „Funke übergesprungen“ Der Besuch der diesjährigen Festspiele im Zeichen europäischer Vielfalt war nach den Worten des Bürgermeisters ähnlich gut wie im Vorjahr, in dem schon eine sehr gute Resonanz verzeichnet worden sei. In diesem Jahr wurden 2200 Karten verkauft. Die Barock-Festspiele seien eine Form des Marketings für Arolsen und trügen mit guten Übernachtungszahlen zur Wertschöpfung in der Stadt bei. Viele auswärtige Gäste würden angelockt, dies führe zu mehr Kurzaufenthalten in der Barockstadt. Inhaltlich seien die Festspiele attraktiv. „Der Funke ist von den Aufführenden auf das Publikum übergesprungen“, resümierte van der Horst. Die Künstler hätten die Erwartungen mehr als erfüllt, freute sich künstlerische Leiterin Dorothee Oberlinger. Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 7. Juni 2010.

Kommentare