Streit über Pacht des Gebäudes zwischen Stadt und Wohnmobilplaz-Inhaber

Baustopp am Staudamm-Kiosk

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Hochbetrieb am Wochenende auf dem Wohnmobilplatz am Staudamm des Twistesees. Foto: Armin Haß

Bad Arolsen-Wetterburg/Neuberich. - Die Bauarbeiten am Kiosk Staudamm sind gestoppt worden: Die Stadt als Bauherrin und die Betreiber des Wohnmobilplatzes streiten über Betriebskosten und Pacht.

Die Stadt will im Rahmen ihrer „Qualitätsoffensive“ für den Twistesee, so Bürgermeister Jürgen van der Horst, das Gebäude am Twistesee für 250 000 Euro um einen Trakt für Toiletten und Duschen erweitern, die vor allem den Besuchern des Wohnmobilplatzes dienen sollen. Aber auch öffentliche Toiletten für alle anderen Besucher des Naherholungsgebietes sollen in dem Anbau bereitgestellt werden. Dies ist Voraussetzung für die großzügige Bezuschussung durch Bund und Land. Darin liegt aber auch Konfliktstoff.

In den Gesprächen über Pacht und Nutzung habe es keine Einigung gegeben, sagte der Rathauschef auf Anfrage der WLZ. Vorabsprachen über den künftigen Betrieb habe es schon gegeben, doch überraschend seien Probleme aufgetaucht. Der Rohbau steht, die weiteren Arbeiten habe der Magistrat wegen der Kontroverse gestoppt.

Im Umwelt-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss kritisierte Manfred Neubert (CDU), dass der Betreiber auf einem Zettel an dem Rohbau erkläre, die Verzögerungen seien durch die Stadt verursacht worden: „Das dürfen wir uns nicht bieten lassen.“ Notfalls müsse der Pächter gewechselt werden.

So einfach geht das aber aufgrund der vertraglichen Bindungen nicht, wie Bürgermeister van der Horst zu bedenken gibt. Die Suche nach einer Lösung sei mühsam, doch sei er zuversichtlich. (ah)

Hintergrund

Der Twistesee wird mithilfe von Mitteln aus dem Stadtumbau-Programm von Bund und Ländern ringsum attraktiver gestaltet. Neben der voraussichtlich im kommenden Jahr beginnenden Neugestaltung des Strandbads mit einem Volumen von etwa zwei Millionen Euro wird auch der Kiosk am Staudamm erweitert. Für den Anbau eines Sanitärgebäudes mit öffentlichen Toiletten sind Gesamtkosten von 250 000 Euro veranschlagt. Das Projekt wird zu 70 Prozent (175 000 Euro) aus dem Stadtumbau-Program gefördert. 75 000 Euro tragen die vier nordwaldeckischen Kommunen. Die Hälfte davon, 37.500 Euro, stellt die Stadt Bad Arolsen bereit. Neben dem öffentlichen Sanitärbereich ist ein Teil für den Wohnmobilplatz vorgesehen. Mit den Betreibern wird derzeit über die Pacht verhandelt. (ah)

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