Restrukturerungsprozess beim Bathildisheim und dem Berufsbildungswerk in Gang

BBW-Geschäftsführer Klaus Winger abberufen

Bad Arolsen - Die Bombe platzte zu Beginn eines Jubiläusmjahres: Klaus Winger, Vorstand des Bathldisheims Bad Arolsen, wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben abberufen. Über die Gründe hüllt sch der dafür verantwortliche Aufsichtsrat in Schweigen.

Es sei einiges aufgelaufen, wird dazu vielsagend erklärt. Indessen wird betont, dass der 60-Jährige sofort von seinen Aufgaben entbunden worden sei, die Kündigung aber erst zum 30. September 2012 wirksam werde. Dagegen stehen dem seit 1999 zunächst als Geschäftsführer des Berufsbildungswerkes agierenden und später als Vorstand des Bathildisheims wirkenden Winger keine arbeitsrechtlichen Mittel zur Verfügung, wie der derzeit für die Umstrukturierung des Bathildisheims eingesetzte Geschäftsführer des Beck Management Center, Prof. Martin Beck (Tübingen), erklärte. Aufgrund der speziellen vertraglichen Grundlage dieses bei Vorständen üblichen Beschäftigungsverhältnises müsste Wingervor dem Landgericht klagen - wenn er das wollte.Der Verein Bathildoshem wolle den ehemaligen Vorstand so fair wie möglich behandeln, sagte Beck.

Gleichwohl hielt es der Aufsichtsrat für geboten, sich von dem Vorstand sofort zu trennen. Die Strukturen sollten innerhalb der gesamten diakonischen Enrichtung Bathildishem, wozu das BBW gehört, neugeordnet werden, wie der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende und jetzige Interims-Vorstand Helmut Hausmann berichtet: "Vielleicht gab es da Differenzen", deutet er an. Jedenfalls sei eine Entschedung gefordert gewesen und am Freitag die Kündigung beschlossen worden. Das bisherige Mitglied des Aufsichtsrats Ulrich Welteke wurde ebenfalls für eine Übergangszeit zum Vorsitzenden dieses Gremium berufen.

Nach erheblichen Einschnitten steckt das Berufsbildungswerk in seinem 31. Jahr in erheblichen Schwierigkeiten. Dabei gehe es dem BBW wie den 52 weiteren Berufsbildungswerken, wie Beck erklärte. Die diakonische Enrichtung mit derzet 200 Teilnehmern in Ausbildung, Umschulung, Qualifizierungs- oder berufsvorbereitenden Maßnahmen und 156 Mitarbeitern ringe um Auszubildende. "Unsere Prämisse st es, das BBW am Standort zu erhalten", erklärte Hausmann.

Bei der momentan diskutierten Neuordnung mithilfe des externen Beraters sollten doppelte Strukturen aufgelöst werden, die sich in den vergangenen gut drei Jahrzehnten in BBW und Bathildishem entwckelt hätten: "Aus zwei Unternehmen soll enes entwickelt werden", sagt Beck. Das 100 Jahre bestehende Bathildshem zählt 800 Mitarbeter, die 1100 behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreuen. (ah)

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