Bad Arolsen

Beim Suchdienst werden 60 Millionen Blatt Papier Stück für Stück eingescannt

- Bad Arolsen (-es-). 50 Arbeitsplätze entstehen in diesen Tagen in den Räumen des ehemaligen Kaufhauses Konze in der Schlossstraße. Der Internationale Suchdienst lässt hier sämtlichen Schriftverkehr der vergangenen 65 Jahre scannen.

Rund drei Millionen so genannte T/D-Fälle mit schätzungsweise 60 Millionen Blatt Papier sollen nun ebenso wie zuvor die Original-Dokumente über Nazi-Verfolgte und Displaced Persons (DP) systematisch digitalisiert und so für die Nachwelt erhalten und für Forscher erschlossen werden. „Damit haben wir schätzungsweise noch acht bis zehn Jahre zu tun“, erläutert Suchdienst-Direktor Jean-Luc Blondel, der noch im Dezember 2006 gezwungen war, den geordneten Personalabbau beim Suchdienst zu planen. Die neuen Digitalisierungsaufträge des Internationalen Ausschusses, der den Suchdienst kontrolliert, sorgen nun aber auf Jahre hinaus für genügend Arbeit für die verbliebenen 307 Suchdienst-Mitarbeiter. Im Kellergeschoss des ehemaligen Konze-Kaufhauses werden die Akten mit dem Suchdienst-Schriftverkehr dauerhaft gelagert. Dazu wurden die Zwischenlager in der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne ebenso aufgelöst wie die Scanner-Arbeitsplätze in der alten Grundschule an der Großen Allee.Alles ist im Fluss: Die neu angemieteten Räumen im Konze-Kaufhaus bieten auf 2200 Quadratmetern genug Platz, um nach und nach alle ITS-Außenstellen hier zusammenzufassen. Außerdem bleibt Platz für historische Ausstellungen hinter den schicken Schaufenstern.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe dieser Zeitung.

Kommentare