Bildhauer Janusz Siewierski schuf jugendliche Statuen im Kontrast zu den Werken der alten Meister

Skulpturen suchen den Dialog

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Der Bildhauer Janusz Siewierski (Mitte) bei Eröffnung der Ausstellung „Jugendliche“ im Christian-Daniel-Rauch-Museum. Zu seinen Skulpturen haben sich einige der jungen Modelle aus dem Raum Kassel gesellt, die für die Bronzefiguren Pate standen. 

BAD AROLSEN. Schüchtern, selbstbewusst und kess mischen sich die Bronzeskulpturen des Bildhauers Janusz Siewierski unter ihre 200 Jahre alten Vorgänger: die Exponate im Christian-Daniel-Rauch-Museum haben „jugendliche“ Gesellschaft bekommen.

Am Sonntag wurde die gleichnamige Ausstellung unter großem Publikumsinteresse eröffnet. Standhaftigkeit der Statue Ein wenig ungehobelt wirken sie auf den ersten Blick, die Skulpturen Janusz Siewierskis, die auf Einladung von Museum und des Museumsverein bis Jahresende den ehemaligen Marstall aufmischen werden.

Rau und ungeglättet, wie soeben aus der Form genommen, erscheinen die Figuren. In Holz oder Bronze hat sie der aus Polen stammende und in Kassel lebende Künstler nach den Modellen seiner Kinder und deren Freunden modelliert.

Nach den Marmorarbeiten Venskes & Spänles und den Fotografien Ingolf Timpners wurde zum dritten Mal ein Künstler eingeladen, dessen Arbeiten in einen Dialog mit der bestehenden Sammlung im Rauchmuseum treten.

So scheint Siewierskis „Paul“, neben der ebenfalls aus Bronze gegossenen Statuette Friedrichs II. aufgestellt, schelmisch auch die Denkerköpfe zu seiner Rechten zu karikieren. Eine weitere Jugendliche zieht neckisch an ihrem Zopf, während sie mit einem gipsernen Faun Kontakt aufnimmt. Und die tanzende „Lioba“ schließt die sie umgebenden Jugendskulpturen aus der Goetheszeit in ihre Geste ein.

Die Ausstellung „Jugendliche“ wird bis zum 30. Dezember im Christian-Daniel-Rauch-Museum gezeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 20 Euro. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 14 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr. Infos unter Tel. 05691/625734, Internet: www.museum-bad-arolsen.de (sim)

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