Das Familienunternehmen Plüntsch will mit einer neuen Produktlinie durchstarten

Bio-Angriff auf den Marktführer

+
Elmar und Gabriele Plüntsch präsentieren zusammen mit Annika Döring die neue Bio-Porky Mini-Salami.

Bad Arolsen - Bio-Porky statt Bifi - Der Mini-Salami-Markt kommt in Bewegung. Die Firma Rügenwalder Spezilitäten der Familie Plüntsch fordert mit ihrem neuen Produkt den Marktführer heraus.

Mit 30 Prozent weniger Fett, 100 Prozent Schweinefleisch von Bio-Bauernhöfen und einer pfiffigen Werbekampagne will die Firma Plüntsch neue Maßstäbe in den Supermarktregalen und Kiosken der Republik setzen.

Die Bio-Supermarktkette Alnatura hat das neue Produkt des Bad Arolser Familienunternehmens bereits gelistet. Auch bei einzelnen Herkulesmärkten der Edeka-Gruppe sowie an der Kinokasse in Warburg sind die 25-Gramm Mini-Salamis schon zu haben. Mehr Vertriebswege sollen folgen, so die Pläne von Elmar Plüntsch, der zusammen mit seiner Frau, seiner Mutter und der neuen Markteing-Mitarbeiterin Annika Döring eine ganz moderne Werbekampagne im Internet plant.

Mit lustigen Image-Filmchen, die bei You-Tube angeklickt werden können und einem hippigen neuen Internet-Auftritt soll die Marke Bio-Porky einem jungen Publikum nahegebracht werden. „Unser Bio-Porky soll zu einem Trendprodukte wie Bionade werden“, gibt Plüntsch seine Marschrichtung vor.

Dabei setzen die Wurst-Experten ganz bewusst auf die Bio-Schiene. 20 Landwirte aus Nordhessen, Ost-Westfalen und Süd-Niedersachsen liefern die nach Bio-Zertifikat aufgezogenen Schweine zum Schlachthof nach Mengeringhausen, wo sie nach anerkannten Bio-Richtlinien geschlachtet und zerlegt werden.

In der Rügenwalder-Wurstfabrik wird die Produktion von einer unabhängigen Öko-Kontrollstelle überwacht. Die Produktion verläuft nach traditionellen Regeln der Fleischerkunst. Die Würstchen werden 14 Tage lang getrocknet und gereift, um dann in einer Hülle mit Papier-Anfassgefühl verpackt zu werden.

Die Mini-Salamis von Plüntsch sind rund 20 Cent teurer als die der Konkurrenz aus der massiven TV-Werbung. Vielleicht gelingt es dem Familienunternehmen mit seinem modernen Konzept ja tatsächlich, die Marktführerschaft des Mitbewerbs zu brechen. Das ist jedoch keine leichte Aufgabe. Schließlich hat der Markenname der anderen den Markt für Mini-Salamis geprägt.

Die Firma Rügenwalder Spezialitäten produziert im sachsen-anhaltinischen Staßfurt und in Bad Arolsen Rügenwalder Teewurst, Pommersche Gutsleberwurst und „Wienies“ im Becher für Supermärkte in ganz Deutschland. In Staßfurt beschäftigt das Unternehmen 60, in Bad Arolsen 50 Mitarbeiter.

Kommentare