SPD-Kreistagsfraktion besucht die Bibliothek Brehm Stiftung

Bücher zugänglich machen

Bad Arolsen - Tief beeindruckt zeigten sich die Mitglieder der SPD Kreistagsfraktion nach einem Besuch in der Bibliothek Brehm Stiftung im Bad Arolser Residenzschloss von den dort gesammelten kulturhistorischen Schätzen.

Die von dem Schweizer Stifter Adolf Brehm zusammengetragene Bibliothek umfasst rund 40 000 Bücher vom ausgehenden Mittelalter bis zur Gegenwart in zum Teil äußerst seltenen Erstausgaben. Die thematischen Schwerpunkte liegen bei Literatur, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte. Ergänzt wird der Bücherschatz durch historisches Mobiliar, Lampen und Uhren sowie Karten und Stiche, die sich zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk verbinden. Kreisbeigeordnete Hannelore Behle, die im Kreisausschuss als Dezernentin für die Stiftungen zuständig ist, hatte den Besuch angeregt. „Wir haben mit der Brehm Bibliothek einen einzigartigen Schatz, von dem viele Menschen im Landkreis noch nichts wissen“, so Behle. „Ziel muss sein, Mittel und Wege zu finden, um die Bibliothek bekannt zu machen und die Zahl der Besucher zu erhöhen“. Die Stiftung finanziert sich aus den Zinserträgen des eigenen Stiftungsvermögens, die aber aufgrund der allgemeinen Zinsentwicklung seit Jahren rückläufig sind, sowie aus Zuschüssen der Stiftung „Waldeckische Landesbibliothek“. Zuletzt hatte auch der Landkreis jährlich einen Betrag beigesteuert, um den Erhalt der wertvollen Bestände zu gewährleisten. Damit konnten die Schaffung der Bibliotheksinfrastruktur sowie unter anderem auch die Lohnkosten für zwei Mitarbeiterinnen finanziert werden, die für den Aufbau der Bibliothek und die Pflege der wertvollen Bestände unverzichtbar sind. „Wir werden intern, aber auch mit den anderen Fraktionen im Kreistag darüber sprechen, wie wir eine dauerhafte Perspektive für die Brehm Stiftung schaffen können“, stellte der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Reinhard Kahl, fest. Wichtig sei vor allem eine finanzielle Ausstattung, die die Einrichtung von Zuschüssen sowie von Zinsschwankungen unabhängig mache. Auch der Zugang der Öffentlichkeit zu den Sammlungen müsse in größerem Umfang als bisher ermöglicht werden. Dies sei ganz in seinem Sinne, so der Stifter Adolf Brehm. Er habe bereits gedankliche Konzepte entwickelt, wie man die Bibliothek nicht nur einem wissenschaftlichen Publikum, sondern auch interessierten Bürgern nahebringen könne. (r)

Kommentare