Bürgermeister zufrieden nach Aktion am Sonnabend: Nur wenige, kleine Schäden kosmetischer Natur

Mengeringhäuser Sporthallen schneller wieder nutzbar als geplant

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Die Stadthalle Mengeringhausen und die beiden Sporthallen in der Nähe der Nicolai-Schule und der Tennisplätze sind wieder frei. Die ausgebauten Pressholzplatten werden vom Regierungspräsidium in anderen Flüchtlingseinrichtungen wiederverwendet.

Mengeringhausen. Viele Hände, schnelles Ende: Deutlich schneller als geplant ist die Räumung der drei Mengeringhäuser Hallen vonstatten gegangen. Nach dem Auszug der letzten 95 verbliebenen Flüchtlingen in der Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung haben am Donnerstag und Freitag städtische Mitarbeiter und Bedienstete des Sicherheitsunternehmens Zäune und Betten abgeräumt.

Am Sonnabend standen dann 30 freiwillige Helfer der Feuerwehren pünktlich „auf der Matte“, um die Pressholzplatten wieder auszubauen, die Ende September in einer Nachtschicht in die Hallen eingebaut worden waren, um die wertvollen Sportböden zu schützen. 

Dabei waren die Böden zunächst mit einer Styropor-Folie abgedeckt und dann fugenfrei mit zwei Lagen Holzplatten ausgelegt worden. In die oberste Lage waren hunderte Spackschrauben gedreht worden, um ein Verrutschen der Platten zu vermeiden. Bis zum Ausbau der Platten im Laufe des Sonnabend waren alle gespannt, ob das Konzept aufgegangen ist, und ob die Böden heile geblieben sind. 

Die gute Botschaft lautet: Ja. 

Die Schrauben waren lang genug gewählt, um ein verrutschen der beiden Lagen zu verhindern und kurz genug, um nicht in der Schwingboden einzudringen. „Die Böden sind unversehrt“, freute sich Bürgermeister Jürgen van der Horst. Und auch sonst seien so gut wie keine Schäden entstanden. Nach fünf Monaten Nutzung als Flüchtlingsunterkunft können die Hallen eigentlich gleich wieder für den Vereins- und Schulsport genutzt werden. Die Sanitärräume wurde gereinigt und desinfiziert. 

Einige Meter Prallschutz an den Wänden müssen in der kommenden Woche gereinigt werden. Mehr nicht. In der Stadthalle ist eine Türzarge leicht beschädigt. Die sicherheitshalber vom Technischen Hilfswerk eingebauten Stützen und der Empore haben an einigen Stellen Rigips-Decken eingedrückt. 

Auf dem Parkettboden der Stadthalle gibt es zwei Stellen, die kleinere Feuchteschäden aufweisen. Das lässt sich aber durch intensives Bohnern wieder hinkriegen. Das war’s. 

Bürgermeister Jürgen van der Horst ist zufrieden, dass es nach dem fünfmonatigen Abenteuer in den drei Hallen am Rande der Mengeringhäuser Altstadt nur kosmetische Reparaturen auszuführen gibt. 

Dennoch sei man bei den Sportlern im Wort, die jahrzehntealten Duschen in der städtischen Turnhalle zeitnah zu modernisieren. Das habe aber nichts mit der Zwischennutzung als Flüchtlingsunterkunft zu tun. 

Schließlich war ja Vorsorge getroffen: Auf dem Parkplatz vor der Stadthalle waren Duschcontainer, Dixi-Toiletten in großer Zahl und ein Waschraum aufgestellt. Das verhinderte eine übermäßige Abnutzung der eingebauten Sanitäranlagen. 

Ausdrücklich dankt der Rathauschef den Feuerwehrleuten, die ihren Samstag für den Ausbau der Fußböden opferten. Ursprünglich habe man ja mit zwei Wochenenden gerechnet. Nun sei aber alles wieder besenrein: „Tolle Arbeit!“ nun sei auch schon bald mit der Freigabe der Sporthallen zu rechnen.

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