Diemelstadt

Chinesische Staatsanwälte bei Lothar Kannenberg zu Gast

- Diemelstadt (-es-). 24 Staatsanwälte und Polizeichefs aus der 8,8-Millionenstadt Wuhan im Herzen von China ließen sich von einem Dolmetscher übersetzen, was Lothar Kannenberg über seine straffällig gewordenen Jugendlichen zu erzählen hatte.

Das Training fange mit einer Rückenschule an, denn eine gerade Haltung sei für die Jugendlichen, die sonst meist nur „rumhängen“ im doppelten Wortsinne sehr wichtig: „Wenn die hinterher wieder gerade vor einem stehen, dann hat sich ihre Haltung und ihre innere Einstellung geändert. Über den Körper verändert sich den Geist.“ Diesen philosophischen Ansatz verstehen auch die chinesischen Strafverfolger. Was sie aber nicht verstehen können, ist, warum der deutsche Staat über die Jugendämter für die Kosten der „Umerziehung“ aufkommen müsse. Schließlich habe doch alles mit einem Erziehungsfehler der Eltern begonnen. Man ahnt, wie solche Probleme in China gelöst werden. Doch auf Nachfrage der WLZ hieß es, dass es fast keine straffälligen Jugendlichen in China gebe. Die Politik der Ein-Kind-Ehe sorge dafür, dass die Familien Kinder als einen Schatz ansähen und ihn entsprechend hüteten. Vielleicht können ja auch die Deutschen von diesem chinesischen Ansatz etwas lernen, denkt der Reporter, der schon so manche ganz persönliche Lebens- und Kriminalgeschichte aus dem Munde der Kannenberg-Jugendlichen gehört hat. Drogenprobleme? – Nein. Kein Problem in China. – Und Gewalt von Jugendlichen? – Auch nicht. – Sagen die versammelten Staatsanwälte.

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