Fest des neuen Kirchenkreises Twiste-Eisenberg

Christliche Werte als Leitbild im Alltag

Die singenden Frauen aus Korbach führten in ihren bunten Trachten Lieder aus ihrer russischen und ukrainischen Heimat auf. Fotos: Elmar Schulten

Bad Arolsen - Dass Bibelarbeit nicht dröge und langweilig sein muss, bewiesen Dekanin Eva Brinke-Kriebel und der singende Präses der Kreissynode, Karsten Meyer, zum Auftakt des ersten gemeinsamen Festes des neuen Kirchenkreises Twiste-Eisenberg in der Bad Arolser Stadtkirche.

Die Bedeutung des christlichen Glaubens im täglichen Leben und im politischen Alltag machte anschließend WLZ-Chefredakteur Jörg Kleine zum Thema einer Podiumsdiskussion. Mit dabei waren die Bürgermeister Uwe Steuber (Lichtenfels), Elmar Schröder (Diemelstadt) und Jürgen van der Horst (Bad Arolsen) sowie die Landtagsabgeordneten Daniela Neuschäfer (SPD), Armin Schwarz (CDU), Landrat Dr. Reinhard Kubat sowie der CDU-Europaabgeordnete Michael Gahler aus Hattersheim.

„Der Glaube kann Berge versetzen. Wer an sich glaubt, kann über sich hinauswachsen. Das gilt auch im Mannschaftssport“, eröffnete Kleine die Diskussion und spielte damit auf das WM-Finale am Abend an: „Ich habe schon im März fest daran geglaubt, dass die deutsche Mannschaft ins Finale kommt.“

Damit wurde deutlich, dass Glaube auch etwas mit Optimismus und Hoffnung zu tun hat. Nicht ohne Grund seien in der Bad Arolser Stadtkirche Christian Daniel Rauchs Statuen von Glaube, liebe und Hoffnung präsent, bekräftigte die Landtagsabgeordnete Daniela Neuschäfer: „Glaube, Liebe und Hoffnung gehören zusammen.“ Dass für sie christliche Werte im täglichen Leben und in der Politik unverzichtbar seien, bekräftigte sie mit ihrem Konfirmationsspruch: „Tue den Mund auf für alle Stummen und für alle, die verlassen sind.“ Soziales Gewissen und soziale Gerechtigkeit seien somit auch Ausfluss christlichen Glaubens.

Das bekräftigte auch der Landtagsabgeordnete Armin Schwarz: „Die Würde des Menschen, Gleichberechtigung, Selbstdisziplin und Verantwortung lassen sich aus den zehn Geboten ableiten und spielen auch im politischen Leben ein wichtige Rolle.

Das unterstrich auch der Europaabgeordnete Michael Gahler mit einem Verweis auf den Grundrechte-Kanon der Europäischen Union.

Dass es im Tagesgeschäft immer wieder zu Konflikten mit dem eigenen sozialen Gewissen kommen kann, machten die Bürgermeister in der Runde deutlich: Gerade der Ansturm der vielen Asylsuchenden sei eine große Herausforderung. Steuber: Ich würde manchmal gerne mehr helfen als es die Stadtkasse und die Gesetze zulassen.“

Nicht verschwiegen wurde schließlich auch die Tatsache, dass Glaube und Kirche ein ebenso wichtiger Rückzugsraum zum seelischen Auftanken sind, wie ein bewusster Aufenthalt in der Natur und der Zusammenhalt in der Familie. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm vor der Kirche und viele informativen Ständen zu den vielfältigen Angeboten im Kirchenkreis luden am Sonntagnachmittag zum bummeln und Verweilen auf dem Kirchplatz ein.

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