Alltagskunst im Sechs-Minuten-Takt auf der Bühne des BAC-Theaters

Club der jungen Dichter

Beim ersten Poetry Slam im BAC-Theater traten am Sonnabend auf: v.l. Moderator Felix Römer, Iris Schwarz aus Berlin, Marvin Ruppert aus Marburg und Leah Biba aus Darmstadt.

Bad Arolsen - Poetry Slam, eine neue Kunstform, hat am Wochenende auch in Bad Arolsen Einzug gehalten. Im voll besetzten Saal des BAC-Theater erwiesen sich 150 Zuschauer mit ihrem begeisterten Applaus als dankbares Publikum.

Die überwiegend jugendlichen Slammer sind die Poeten der Moderne: Ihre Themen sind meist vom Alltag inspiriert, ihre Sprache wird auf jedem Uni-Campus und in jeder U-Bahn verstanden, die Stilmittel sind eher traditionell. Reim und Rhythmus, Stakkato und Pausen zeichnen vor dem geistigen Auge ein Bild, das mal nachdenklich stimmt, mal an einen Loriot-Sketch erinnert.

Die Poetry-Slammer kennen sich gut. Ihre Szene ist überschaubar. Viele tingeln von Auftritt zu Auftritt. Sechs Minuten Scheinwerferlicht auf der Bühne, dann ist schon der Nächste dran. Das Publikum sollte am Sonnabend im BAC-Theatrer entscheiden, wer nach der Pause einen zweiten Auftritt bekommen sollte. Das Baugefühl von Moderator Felix Römer gab dann den Ausschlag, welche Applaus lauter und intensiver war.

Am Ende musste auch er kapitulieren: Alle vier, die es an diesem Abend in die zweite Runde geschafft hatten, wurden gleich lautstark vom Publikum gefeiert. So müssen sich die Sieger ihren Preis, eine Flasche Schampus, teilen. Das hätten sie vielleicht ohnehin getan, denn nach ihren gemeinsamen Auftritten in Kassel und Bad Arolsen stand am Sonntag noch einer in Göttingen an.

Für das BAC-Team steht fest: Das war nicht der letzte Poetry Slam in Bad Arolsen. Künftig soll in jedem Halbjahr ein Termin reserviert werden. Beim nächsten ist vielleicht auch Indiana Jonas dabei. Schließlich ist Jonas Meyer aus Helsen in der Szene wohlbekannt.

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