Nur in Kassel wenig Verständnis für spontane Straßenmusik

„ContraBrass“ auf Großstadttour

Die sieben jungen Musiker von „ContraBrass“ bei einem ihrer spontanen Straßenkonzerte. Foto: Dörrie

Bad Arolsen - Nach ihrer einwöchigen Tour von Kassel nach Rostock und zurück berichten die jungen Musiker von „ContraBrass“ von ihren Erlebnissen.

Rein in die Großstadt; das war das Ziel der sieben jungen Männer der Bad Arolser Studentenband in diesem Sommer. Eine ganze Woche fuhren die Musiker mit dem Bulli durch norddeutsche Städte und erfreuten dort Passanten mit ihrer Straßenmusik.

„Leider hatten wir gleich in Kassel einige Probleme. Einem Ordnungsbeamten schien unsere unangemeldete Musik nicht zu gefallen“, bedauert Sänger Oliver Mathes. Schon nach 20 Sekunden Spielzeit musste der Platz wieder geräumt werden.

Doch trotz eines missglückten Auftakts, gab es bei den anderen Reisestationen in Göttingen, Lübeck, Rostock und Berlin keine weiteren Schwierigkeiten.

Zusätzlich zur Straßenkunst gab die Band mehrere Abendkonzerte in Kneipen der jeweiligen Städte. „Eine sichere Einnahmequelle war das bei unserem Bekanntheitsgrad eher nicht. Auch hier waren wir auf den Hut angewiesen, was bei festen Konzerten auch mal nach hinten losgehen kann“, erzählt Susaphonist Christian Kiepe. Dennoch hatten die Sieben bei den meisten Auftritten Glück.

Besonders die etwa 70 Zuschauer in Lübeck auf der „Walli“ seien von der ungewohnten Musik der Band begeistert gewesen, freut sich Mathes. „Natürlich war es auch anstrengend, die Instrumente immer mit rumzuschleppen. Das Auto war ziemlich voll und auch einen Parkplatz zu finden ist etwas schwerer als hier bei uns in der Kleinstadt“, erzählt Posaunist Christian Traute.

Rückblickend war die Tour dann aber doch ein großer Erfolg, der am 5. September bei einem Konzert im BAC-Theater fortgesetzt werden soll. Unter dem Motto „Großstadtgefühle“ wollen die sieben Musiker nun ihre eingefangenen Eindrücke wiedergeben. „Und weil die Tour finanziell so gut für uns lief, haben wir uns entschlossen den Erlös aus dem BAC an „Streetwork“ zu spenden. Das passt zu unserem Konzert-Programm und wir können den Städten etwas davon zurück zahlen, was wir bei unserer unangemeldeten Straßenmusik verdient haben“, freut sich Schult. Ob auch Kassel davon dann profitieren sollte, bleibt aber noch offen.

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