Kooperation mit Stadtwerken Wolfhagen

EWF dehnt Netz nach Wolfhagen aus

Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake und EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller am Erdgaszugang für das Wolfhager Rathaus. Foto: Elmar Schulten

Wolfhagen - Die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) hat mit dem gestern unterzeichneten Konzessionsvertrag die Genehmigung erhalten, Straßen, Wege und Plätze für die Verlegung von Erdgas-Versorgungsleitungen zu nutzen. Gleichzeitig wurde dem Waldeck-Frankenberger Energieversorger die Verantwortung für den sicheren Betrieb des Erdgasnetzes und dessen Ausbau in den Stadtteilen übertragen.

Als nächstes wird sich die EWF bemühen, das vorhandene Leitungsnetz vom bisherigen Konzessionsträger, dem Versorger e.on-Mitte zu übernehmen. e.on hat aber bereits gegenüber der Stadt angekündigt, das Verfahren juristisch zu beanstanden und überprüfen zu lassen.

Dem sieht Bürgermeister Reinhard Schaake gelassen entgegen. Vor Jahren schon haben die Stadtwerke Wolfhagen das Stromnetz von e.on-Mitte zurückgekauft und sich dieses Recht vor Gericht erstritten. „Unser Ziel bleibt es, bis zum Jahresende 100 Prozent der Stromversorgung selber zu gewährleisten. Der Solarpark funktioniert schon und im Mai werden die Fundamente für die Windkraftanlagen gegossen. Ende des Jahres sollen sich die Anlagen drehen.“ - Gerne hätten die Wolfhager auch die Gaslieferung selber übernommen. Doch dafür habe es zusätzlichen Know-Hows bedurft. Deshalb habe die Stadt ein aufwendiges Ausschreibungsverfahren auf den Weg gebracht.

Dabei hat die EWF zunächst gegen die Stadtwerke Wolfhagen geboten. Am Ende habe man sich aber auf eine Kooperationslösung geeinigt, bei der die EWF den Transport und die technische Betreuung übernimmt. Die Stadtwerke organisieren den Vertrieb und liefern den Wolfhager Kunden Wasser, Strom und Gas aus einer Hand.

EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller sagte gestern Bürgermeister Schaake seine Bereitschaft zum Ausbau des Gasnetzes in den Stadtteilen zu: „Das ist unser Geschäft. Wir wollen Gas verkaufen. Und dazu werden wir auch investieren.“

Auch bei Fragen der Stadt Wolfhagen in Bezug auf künftige Methoden der Energiespeicherung hatte Schaller konkrete Antworten parat: Wir forschen zusammen mit der Uni Bremen an einem Projekte „Power to Liquid“: „Auch wir wollen eines Tages überschüssige elektrische Energie in chemische Energie umwandeln.“ (es)

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