Bürgermeister Schröder lädt zur Zukunftswerkstatt ein

Demographischen Wandel aktiv gestalten

Diemelstadt - Zu einer Zukunftswerkstatt unter dem Motto „Diemelstadt 2030“ lädt der Magistrat am Sonnabend, 17. Januar, von 13 bis 18 Uhr in die Stadthalle Rhoden ein.

„Es ist offensichtlich, dass die Bevölkerung bedingt durch veränderte Rahmenbedingungen und persönliche Entscheidungen abnimmt“, stellt Bürgermeister Elmar Schröder fest und fügt hinzu: „Die Sterberate übersteigt die Geburtenrate auch in Diemelstadt. Gleichzeitig setzt eine Bildungsabwanderung ein, die junge Menschen zwingt, ihre Heimat zu verlassen.“

Deshalb sei es an der Zeit, neue Wege zu gehen. Gelinge es nicht, diesen Schrumpfungsprozess aktiv zu gestalten, seien gewaltige Herausforderungen absehbar. Die lokale Wirtschaft, Kirchen, Vereine, städtische Gremien, Bildungseinrichtungen, Schüler, Studenten und Auszubildende sowie alle engagierten Bürger seien aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen. Das könne bei der Zukunftswerkstatt am 17. Januar beginnen.

Dazu hat der Bürgermeister den Politikwissenschaftler und Publizisten Dr. Winfried Kösters eingeladen. Er wird den Einführungsvortrag bei der Zukunftswerkstatt halten. Seine Botschaft: Durch den demografischen Wandel wird die Gesellschaft „weniger, bunter und älter“.

Bildungsabwanderung

„Wenn die 1964 Geborenen, die im zu Ende gehenden Jahr 50 Jahre alt wurden, in 17 Jahren ihren verdienten Ruhestand beginnen, dann können die von ihnen eingenommenen Arbeitsplätze nur zur Hälfte wiederbesetzt werden. Die andere Hälfte ist nicht da, weil sie nicht geboren wurde.“

Dieser Effekt lässt sich auch an der Grafik ablesen, in der Bürgermeister Elmar Schröder die aktuelle Altersstruktur der Diemelstädter Bevölkerung hat eintragen lassen: Die Gruppe der 50- bis 60-Jährigen ist überproportional stark vertreten, während die nachrückenden Jüngeren nicht in gleicher Zahl vorhanden sind.

Schröder: „Wir haben rund 270 junge Personen verloren.“ Dieser Effekt der Bildungsabwanderung werde durch die rote Linie auf der oben stehenden Grafik angedeutet.

Schröder will die Bildungsabwanderung über Ausbildungsbörsen, Praktika und duale Studiengänge stoppen. Außerdem will er die rüstigen Menschen im Alter noch mehr als bisher als wertvolle Stützen für das ehrenamtliche und soziale Engagement gewinnen.

Ein weiteres Instrument gegen die schwindende Bevölkerungsdichte im ländlichen Raum sei eine nachhaltige Zuwanderung mit Qualifizierung und Integration.

Vor allem aber müsse alles getan werden, um für junge Menschen attraktiv zu sein und zu bleiben. Dazu gehörten auch der absolute Wille und die Bereitschaft, gemeinsam mit den Nordwaldeck-Kommunen rund um das Mittelzentrum Bad Arolsen zu kooperieren.

Schröder: „Es ist die wichtigste Aufgabe unserer Generation, hier wegweisende neue Wege für die Zukunft einzuschlagen.

Zum Ablauf der Zukunftswerkstatt: Nach dem Eröffnungsvortrag um 13 Uhr gibt es eine Kaffeepause, um das Gehörte sacken zu lassen. Ein zweiter Vortrag folgt um 14.45 Uhr. Ab 16 Uhr können die Teilnehmer an Thementischen Schwerpunkte wie Fachkräftemangel, Zukunft Ehrenamt oder Siedlungsentwicklung besprechen. Die Ergebnisse dieser Gesprächsrunden werden gegen 17 Uhr vorgestellt. Die Veranstaltung endet gegen 18 Uhr.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon 05691/97980 im Rathaus oder per Mail an: info@diemelstadt.de

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