Achtköpfige Eigentümergemeinschaft investiert in den Erhalt der Wetterburg

Denkmal will gepflegt werden

+

Bad Arolsen - Wetterburg - Wer ein Baudenkmal wie die Wetterburg bewohnt, genießt den Charme jahrhundertealter Bausubstanz. Dem Wohnvergnügen steht allerdings die Verpflichtung zur oft teuren Gebäudeunterhaltung entgegen.

Die achtköpfige Eigentümergemeinschaft, der die Wohnungen, das Schulungszentrum und die rustikale Gaststätte gehören, hat schon vor fünf Jahren damit begonnen, größere Unterhaltungsarbeiten in Auftrag zu geben. In diesem Sommer ist die der Straße abgewandte Westseite des Gebäudes an der Reihe.

Systematisch werden morsche Eichenbalken aus der Fachwerkkonstruktion entnommen und durch gut abgelagerte neue Balken ersetzt. Das ist offensichtlich auch bei dem mächtigen Eckbalken an der Straßenseite direkt über dem Gasthausschild nötig.

Insgesamt sind für die Sanierungsarbeiten 50000 Euro eingeplant, die die Eigentümergemeinschaft überwiegend in den vergangenen Jahren angespart hat. Außerdem erhoffen sich die aktuellen Burgherren einen Zuschuss vom Landeskonservator und der Unteren Denkmalbehörde beim Landkreis.

Die Bauarbeiten wurden geplant und ausgeschrieben von der Wohnungsbaugenossenschaft Arolsen eG, die das Gebäude im Auftrag der Eigentümergemeinschaft verwaltet.

Die heutige Wetterburg ist einziger verbliebener Rest einer Schlossanlage, die sich ab dem 14. Jahrhundert hier erstreckte.

Das Wohnhaus des Schlosses wurde 1576 errichtet und nach einem Brand 1669 wiederaufgebaut. Anfang der 1980er-Jahre erbarmte sich die Lehmbauexpertin Tamara Leszner des verfallenden Gebäudes und sanierte es über mehrere Jahre mit erheblichem Aufwand. Das Restaurant Wetterburg ist seitdem unter anderem für seine stilechten Ritteressen weithin bekannt. Die Firma Hewi unterhält in der Wetterburg Schulungsräume.

Kommentare