Denkmal soll am Museum Historicum neuen, zentralen Platz bekommen

Deutschland-Mahnmal wird umgesetzt

Bad Arolsen - Magistrat und Kreisvorstand des Bundes der Vertrieben haben sich darauf geeignigt, das Mahnmal "Deutschland unteilbar" von seinem Standort am Kirchplatz ans Historicum umzusetzen.

Bad Arolsen. Auf Einladung des Bürgermeisters haben sich Vertreter des Kreisvorstandes des Bundes der Vertriebenen, des Magistrats und des Vereins Historicum 20 zu einem Erörterungstermin über die weitere Zukunft des Denkmals getroffen. Nach einem intensiven Gedankenaustausch, so heißt es in einer am Freitag verbreiteten Erklärung des Mahisrates, wurde Einvernehmen darüber erzielt, dass das Denkmal auch in Zukunft einen zentralen Standort in Bad Arolsen erhalten soll, um dann aber in einen neuen Kontext gestellt zu werden. In Zusammenarbeit mit dem Historicum 20 sollten beispielhaft die Geschichte der Vertriebenen in Bad Arolsen dargestellt und die Auswirkungen auf die Stadtentwicklung aufgezeigt werden. Als neuer Standort für das Denkmal ist die Freifläche am Gebäude des Historicum 20 beim Belgischen Platz vorgesehen. Der Kreisvorstand der Vertriebenen sagte seine aktive Mitarbeit bei der Erarbeitung des Ausstellungsprojektes zu.

Bürgermeister van der Horst: „Mit dem geplanten Konzept soll eine neue Qualität im Umgang mit dem Denkmal erreicht werden. Auf der einen Seite geht es um eine moderne Erinnerungskultur und auch um einen Ort des Gedenkens für die zahlreichen Vertriebenen, die nach dem 2. Weltkrieg in Bad Arolsen und in Waldeck eine neue Heimat gefunden haben. Auf der anderen Seite gilt es, dies mit einem klaren Bekenntnis zum europäischen Integrations- und Friedensprozess zu verbinden. Ich freue mich, dass der Kreisvorstand der Vertriebenen diese Initiative auch inhaltlich unterstützen wird.“ Andere interessierte Gruppen könnten sich ebenfalls an dem Projekt beteiligen. (r/ah)

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