Kfz-Zulassungsstelle soll von Mengeringhausen zum Bürgerbüro Arolsen umziehen

Dienstleistung unter ein Dach

+
Die Kfz-Zulassungsstelle – rechts im Bild das Hinweisschild der Schilderfirma – soll von Mengeringhausen nach Bad Arolsen umziehen.

Bad Arolsen-Mengeringhausen - Wer wegen eines Umzugs einen neuen Personalausweis braucht und seine Kfz-Zulassung ändern lassen muss, kann dies bald im Bürgerbüro Bad Arolsen unter einem Dach erledigen lassen.

Die städtischen Sparpläne, die den Weg unter den kommunalen Rettungsschirm ermöglichen sollen, sehen die Schließung der Zulassungsstelle im Rathaus Mengeringhausen vor. Die dafür eingesetzten drei städtischen Mitarbeiter können nach Auskunft von Bürgermeister Jürgen van der Horst in der Stadtverwaltung effektiver eingesetzt werden als im alten Rathaus der Fachwerkstadt. Der Rathauschef rechnet mit Einsparungen im Personalbereich von etwa 10000 Euro. Der Kostenfaktor EDV-Leitungen würde mit einem Umzug in die Kernstadt wegfallen.

Wenn die Kollegen der Verwaltung flexibler eingesetzt werden könnten, ließen sich auch Krankheitsvertretungen einfacher bewerkstelligen. „Das ist auch eine Frage der Fürsorgepflicht“, sagt van der Horst.

Für die Bürger, die eine Dienstleistung wünschen, verbessert sich freilich der Service: Ausweisbehörde und Zulassungsstelle unter einem Dach, der Zugang barrierefrei und Parkplätze in ausreichender Zahl. Für den Nummernschild-Maler böte sich auch eine Lösung an: Denkbar wäre die Nutzung von Räumlichkeiten im ehemaligen Residenz-Kino, das nur einen Steinwurf vom Bürgerbüro entfernt steht.

Der Ortsbeirat Mengeringhausen bedauert die anstehende Schließung der Zulassungsstelle. So würden durch den Wegzug Leerstände in der Altstadt verursacht, erklärte dazu Ortsvorsteher Michael Nelle auf Anfrage der WLZ nach der Sitzung.

Doch zeichnet sich zumindest für das Rathaus eine neue Nutzung ab: Die derzeit noch von der Zulassungsstelle beanspruchten Räume im Rathaus könnten beispielsweise das Archiv des Waldeckischen Geschichtsvereins aus dem Schreiberschen Haus aufnehmen. Das von der Stadt Anfang der 80er-Jahre aufwendig sanierte historische Gebäude an der Schlossstraße will die Stadt möglichst bald vermarkten.

Eine Entscheidung über das Haus Schreiber zeichnet sich ab, der Magistrat hat sich gestern mit dem Thema befasst. „Das wird ein gutes Projekt“, verspricht Bürgermeister van der Horst und kündigt eine umfassende Information dazu in naher Zukunft an. Not macht halt auch erfinderisch.

Kommentare