Wrexen

Diese Jobs sind „nicht von Pappe“

- Diemelstadt-Wrexen (-es-). Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit Zukunft bietet die Papierfabrik C.D.Haupt in Wrexen an. Bei einer Informationsveranstaltung für künftige Schulanfänger soll unter anderem für den Beruf des Papiertechnologen geworben werden.

Mehr als 1000 Einladungen hat die Papierfabrik in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit an Familie verschickt, deren Kinder im kommenden Jahr die Schulen verlassen und einen Ausbildungsplatz suchen. Sie alle sind eingeladen, die am kommenden Sonnabend, 19. September, von 10 bis 13 Uhr bei einem „Tag der Ausbildung“ über die Chancen einer Ausbildung in der Papierindustrie informieren zu lassen. Ausbilder und Auszubildende stehen bereit, um Interessenten durch das Werk zu führen und mit der großen Papiermaschine bekannt zu machen. Die Agentur für Arbeit ist mit Berufsberatern vor Ort, um alle Fragen rund um die Ausbildung zu beantworten. Von den 260 Mitarbeitern bei Smurfit-Haupt sind zehn Prozent Auszubildende. Eine vergleichsweise hohe Quote, wie Geschäftsführer Stefan Beck gemeinsam mit Manfred Hamel von der Arbeitsagentur feststellt. Die Papierfabrik leiste damit einen wichtigen Beitrag für die Region, aber auch für ihre eigene Zukunft. Denn gut ausgebildete Papiermacher, oder wie Papiertechnologen wie es seit kurzem heißt, sind auf dem Arbeitsmarkt Mangelware. Smurfit-Haupt bildet deshalb jedes Jahr zwei Papiertechnologen, zwei Industriemechaniker/Fachrichtung Instandhaltung, zwei Elektroniker für Betriebstechnik und zwei Industriekaufleute aus. Während sich für die kaufmännische Berufe stets genügend qualifizierte Bewerber finden, sind die meisten Schulabgänger doch unschlüssig, sich für eine Ausbildung im Bereich Papiertechnologie zu entscheiden. Manche sind vielleicht von der Aussicht auf Schichtarbeit abgeschreckt. Andere können sich unter dem Beruf gar nichts vorstellen.„Das ist eigentlich schade“, stellt Geschäftsführer Stefan Beck fest, Er selbst ist Papieringenieur, hat den Beruf von der Pike auf gelernt und studiert: „In dem Beruf muss man sich nicht bewerben, man wird von den Firmen umworben.“ Deshalb kann Beck jungen Schulabgängern mit technischem Interesse eine Ausbildung zum Papiertechnologen nur empfehlen. Guten Nachwuchskräften finanziere das Unternehmen sogar die Meisterausbildung an der Papiermacherschule bei Baden-Baden und sogar Teile des Studiums. In aller Regel reiche ein Realschulabschluss mit guten Noten in Mathematik und Naturwissenschaften.

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