30 Jahre altes Domizil der Lebensretter am Twistesee erweitert

Daheim in der DLRG-Wachstation

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Die DLRG-Wachstation am Twistesee ist um eine Doppelgarage erweitert worden.

Bad Arolsen-Wetterburg. Wo andere Urlaub machen, da wacht die DLRG-Ortsgruppe Bad Arolsen über die Besucher. Die in diesem Jahr um eine Doppelgarage erweiterte Wachstation ist in der Schwimmsaison für Lebensretter zeitweise wie ein zweites Zuhause.

 In den Sommerferien ist die vor über 30 Jahren mit der Eröffnung des Strandbads am Twistesee in Betrieb genommene Wachstation rund um die Uhr mit zwei bis drei ehrenamtlich tätigen Helfern besetzt. Außerhalb der Ferien leisten die Station bei schönem Wetter am Wochenende Dienst.

Helfer gesucht

Die vergangene Saison war relativ ruhig für die Helfer. Insektenstiche galt es zu versorgen oder nach verloren geglaubten Eltern zu suchen. Doch Ruhe kann auch trügerisch sein. „Wir können nicht bis zum Vorstau schauen, daher sind wir Helfer schon darauf angewiesen, dass Gäste des Sees umgehend die Rettungsdienste in einem Ernstfall alarmieren“, sagt Stracke.

20 bis 30 Männer und Frauen stehen als „harter Kern“ für solche Wachdienste zur Verfügung. Doch das reicht nicht. „Wir brauchen noch mehr Helfer, um unsere Aufgaben langfristig wahrnehmen zu können“, sagt Vorsitzender Ulf Stracke.

Erlöse für Ausrüstung

 Die Aktiven beteiligen sich mit dem DLRG-Stand am Weihnachtsmarkt oder am Barocksonntag, um Einnahmen für die Ortsgruppe zu erzielen. Der Verein finanziert mit dem Erlös Anschaffungen, wie etwa das Material für den Tauchereinsatzwagen.

Um sich für den Wachdienst zu qualifizieren, können Interessierte bei der DLRG den Rettungsschwimmschein in Silber machen. Damit haben die Inhaber auch die benötigten Kenntnisse für Erste Hilfe am Unfallort erlangt, die für den Führerschein erforderlich sind. Zudem können darauf weitere Ausbildungen bei der DLRG aufgebaut werden, so etwa die zum Bootsführer.

Drei Boote stehen der DLRG zur Verfügung. Eine Alternative stellen die kürzlich von DLRG Breuna angeschafften Seabobs für jeweils 12 000 Euro nicht da, wie Ulf Stracke auf Anfrage feststellt. Sie seien zu teuer. Mit dem Boot seien die Helfer schneller und mit allen benötigten Geräten am Einsatzort. 

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