Mengeringhausen

Dorperschafe werfen ihr Fell ab

- Bad Arolsen-Mengeringhausen (-es-). Diese Schafe müssen nicht geschoren werden, sie verlieren ihre Wolle wie Hunde ihr Winterfell. Ihr Fleisch hat auch nicht den typischen Schafgeschmack. Dorperschafe sind ein Züchtung aus Südafrika.

Frank Drössler ist einer von bundesweit rund 40 Züchtern, die sich auf Dorperschafe spezialisiert haben. Für Sonnabend hat Drössler alle seine Kollegen zu einem Treffen in die Mengeringhäuser „Luisen-Mühle“ eingeladen. Die ersten Dorperschafe kamen 95 per Embryonen-Transfer aus Südafrika nach Deutschland. Im Jahr 2000 kamen einige Tiere als Lebendimporte ins Land. Im gleichen Jahr stieg auch Frank Drössler mit einem Bock und einem Muttertier in die Zucht ein. Inzwischen zählt seine Herde 60 Tiere. Auf dem Wege der Verdrängungskreuzung bemüht er sich erfolgreich, dem Zuchtziel näherzukommen. Die ersten Dorperschafe wurden in den 1950er Jahren von Farmern in Südafrika aus englischen Dorset-Horn-Schafen und somalischen Persian-Black-Schafen gekreuzt. So setzt sich auch der Name für die neue Rasse aus Dor(set) und Per(sian) zusammen Die Tiere werden geschätzt weil ihr Fleisch für manche angenehmer schmeckt und weil das jährliche Scheren entfällt. Seit der Preis für Wolle im Keller ist, lohnt sich die Schur für die meisten Züchter nicht. Beim Züchtertreffen in Mengeringhausen wird über die weltweite Verbreitung der Dorperschafe und über Behandlungsstrategien der Parasitenbekämpfung beim Schaf gesprochen. Mehr im Internet unter www.dorperzucht.de

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