Zusammenarbeit im Personenstandswesen sollen weitere Kooperationen folgen

Dreierbeziehung fürs Standesamt

+
Die Bürgermeister Jürgen van der Horst, Hartmut Linnekugel und Klaus Dieter Henkelmann (v. l.) haben die Verwaltungsvereinbarung über die Zusammenlegung der Standesämter unterzeichnet. Im Hintergrund (v. l.): die Ersten Stadträte Helmut Hausmann und Thoma

Volkmarsen - Die Zusammenarbeit in einem Standesamtsbezirk haben die Städte Bad Arolsen und Volkmarsen und die Gemeinde Breuna vertraglich zum 1. Januar besiegelt.

Im Volkmarser Rathaus, wohin derzeit alle Personenstandsbücher und sonstigen Standesamtsakten ausgelagert werden, wurde von den Bürgermeistern die entsprechende Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet. Die Standesbeamten aus Volkmarsen werden gemeinsam mit zwei Kollegen aus Bad Arolsen Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle in der Kugelsburgstadt beurkunden. Während die Gemeinde Breuna (etwa 4000 Einwohner), die im dritten Jahr im Personenstandswesen mit Volkmarsen verbandelt ist, pro Einwohner und Jahr 1,55 Euro als Umlage zahlt, stellt die Stadt Bad Arolsen zwei Mitarbeiter bereit. Die Stadt Volkmarsen erstattet die dafür erforderlichen Kosten. Defizite werden geteilt. Investitionen trägt die Stadt Arolsen.

Trauungen können nach wie vor in den drei Kommunen ausgerichtet werden, mit einem Faltblatt wollen die Gemeinden zusätzliche Informationen dazu liefern. Dienstleistungen können zwar auch im Bürgerbüro Bad Arolsen erfragt werden, die Beurkundung erfolgt aber in Volkmarsen.

Eine „positive Aufbruchstimmung beobachtet der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel für die Vertiefung der Zusammenarbeit in Nordwal­deck. Neben den Verwaltungsbelangen sieht er auch auf politischer Ebene die interkommunale Zusammenarbeit auf einem guten Weg.

Mit der Zusammenlegung sei ein logischer Schritt vollzogen worden, sagte der Arolser Kollege Jürgen van der Horst, doch zeichne sich auf der politischen Ebene eine andere Qualität der Kooperation ab, zumal der Beschluss für die Fusion einstimmig gefasst worden sei. Mit der kommunalen Zusammenarbeit solle es weitergehen.

„Die Etatdebatte hat gezeigt, dass ein Funke Hoffnung für eine Kooperation auf weiteren Gebieten besteht“, stellte Erster Stadtrat Helmut Hausmann (Bad Arolsen) fest. Widerstände spielten keine so große Rolle mehr, sagte der stellvertretende Bürgermeister. „Weitere Schritte“ von beiden Seiten versprach der Erste Stadtrat Thomas Viesehon. Beim nächsten Mal werde vielleicht Bad Arolsen gefragt sein.Was vor 25 Jahren undenkbar gewesen sei, habe sich nun aufgrund des finanziellen Drucks entwickelt, sagte der Breunaer Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann. Vieles hänge auch vom guten Willen der handelnden Personen ab. „Man muss nicht alles selber machen, Aufgaben zu bündeln, ist sinnvoller“, schrieb er den Kollegen gewissermaßen ins Stammbuch.

Kommentare