Verkehrssicherheitstraining der Bad Arolser Kaulbach-Schule

Mit Durchblick und ohne Panik

Bad Arolsen - Ein Training für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr bekamen die Abschlussklassen der Kaulbach-Schule Bad Arolsen kurz vor der Entlassungsfeier spendiert.

Der Förderverein engagierte mithilfe des Sponsoring-Partners Autohaus Ostmann die Kreisverkehrswacht für einen erlebnisreichen Vormittag mit Überschlag-Simulator, Gurtschlitten, Sehtest, Rauschbrille und einem eindrucksvollen Programm für Roller- und Motorradfahrer. Für Birgit Kleinschmidt und Klaus Müthel vom Fördervereinsvorstand lag die Aktion besonders nahe, denn ihre Kinder gehören mit zu den Abschlussschülern.

Für die Verkehrswacht ist es laut Vorsitzender Claudia Schubert das erste Mal, dass sie mit diesem verkehrserzieherischen Programm an der Kaulbach-Schule ihren Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leistet. Es soll aber nicht das letzte Mal sein, wie Birgit Kleinschmidt versicherte. Ziel sei es, in jedem Jahr für die Abschlussschüler die Verkehrswacht einzuladen.

Höhepunkt ist freilich der Überschlagsimulator, in dem vier Insassen in einem VW Polo lernen, wie sie sich nach einem Unfall aus einem auf dem Dach liegenden Pkw befreien. Dabei ist es wichtig, nicht sofort den Gurt zu lösen. Denn dann drohen schwere Halswirbelverletzungen oder der Tod durch Genickbruch - obwohl die (Mit)fahrer ansonsten nur leichte Blessuren erlitten haben. Also: Richtig mithilfe von Händen und Armen abstützen, sich in den Sitz drücken und mit den Füßen gegen das Armaturenbrett stemmen - und schon kann man sich losgurten. Der WLZ-Reporter hat’s auch probiert und kann so einen Test nur empfehlen. Bei der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt sind die Waldeck-Frankenberger Verkehrswächter mit dem Gerät auch vertreten.

„Es ist wichtig zu spüren, welche Kräfte auf den Menschen bei Unfällen einwirken“, sagt Klaus Müthel. Und dass man möglichst nicht in Panik ausbricht.

Der Sehtest zeigt leider nach den Erfahrungen der Verkehrswacht, dass auch Jugendliche nicht den nötigen Durchblick haben, aus falscher Eitelkeit auf eine Brille verzichten. Ihnen bleibe dann die dringende Empfehlung, unbedingt zum Augenarzt zu gehen und sich eine richtige Sehhilfe verordnen zu lassen.

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