Eierlesen in Schmillinghausen

Das 101. Ei entscheidet den Lauf

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Auf den letzten Metern wurde der Eierlauf in Schmillinghausen entschieden.

Schmillinghausen. Das Eierlesen zu Osten gehört zu den Traditionen in Külte, Wetterburg und Schmillinghausen. Eine Gruppe von Lesern tritt gegen die Läufer an. Während die einen Eier aufsammeln, die auf einer Sägemehlspur ausgelegt sind, machen sich die anderen auf den Weg, eine vergleichbar lange Strecke abzulaufen. - Eine sportliche Einlage am Ostersonntag.

Diesmal gingen die Blicke immer wieder gen Himmel: Hat der Regen aufgehört, werden wie Wolkenlücken jetzt größer? Ja, der Himmel hatte ein Einsehen. Beim Eierlesen kamen nur die Läufer ins Schwitzen. Die Zuschauer blieben trocken. In Schmillinghausen hatten diesmal der Sportverein, die Husaren und die Schützengesellschaft gemeinsam die Organisation übernommen. 

Eierlauf in Schmillinghausen

Als Läufer machten sich Tim Sprenger, Fritz Marpe und Florian Schmidt auf den rund 3600 Meter langen Rundkurs sieben Mal um den Sportplatz, während sich Joel Kottenstede, Steffen Rest und Verena Schmidt bemühten, die 101 Eier aufzulesen, die auf einer 30 Meter langen Sägemehlspur ausgelegt wurden. Dabei durfte immer nur ein Ei auf einmal genommen werden. Angespornt wurden die Leser von Clown Nele Sprenger, die mit eine Pritsche nebenher lief. Am Ende siegten die Läufer ganz knapp mit nur vier Eiern Vorsprung. 

Das Geheimnis des Sieges lag wohl in dem einen Ei, das diesmal zusätzlich zu den sonst üblichen 100 Eiern ausgelegt worden war. Dieses 101. Ei hatte zu Beginn des Laufes einen zusätzlichen 60-Meter-Lauf nötig gemacht. Das waren die entscheidenden 60 Meter, die den Läufern den sieg ermöglichten. 

Doch darauf kam es am Ende gar nicht so sehr an. Zum Osterbrauch gehört es nämlich, dass sich das Dorf am Kuchenbüffet trifft und den Feiertag in trauter Runde genießt.

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