CDU zeichnet am Tag des Ehrenamts drei engagierte Mitbürger aus

Einsatz für andere macht Freude

Bad Arolsen - Bei einer Feierstunde zum Tag des Ehrenamtes hat der CDU-Stadtverband im Festsaal des Schreiber‘schen Hauses drei Bad Arolser Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen.

Die vielen Ehrenamtlichen in unserem Land haben mehr Wertschätzung verdient, stellte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Armin Schwarz fest und fügte hinzu: „Sie sollen wissen, dass sie zwar unentgeltlich arbeiten, aber nicht umsonst.“ Das bekräftigte auch Bürgermeister Jürgen van der Horst: Die vielen Bürger, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen für ihre Stadt und ihre Mitmenschen engagierten, machten das Leben in der Stadt erst lebenswert. Das Ehrenamt gehöre zu den wichtigen, weichen Standortfaktoren. Helmut Wöllenstein, der Probst des Sprengels Waldeck und Marburg der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen Waldeck, ging in seiner Festansprache auf das Wesen des Ehrenamtes ein: „Es ist eine Tätigkeit, die sich aus Wertschätzung speist, nicht aus Geld.“

Allen Unkenrufen zum Trotz seien derzeit mehr Menschen ehrenamtlich engagiert als jemals zuvor. Ein Drittel aller Deutschen seien in Vereinen, bei der Kinderbetreuung, in den Kirchen, Feuerwehren oder Umweltgruppen aktiv, so Wöllenstein. Das seien dreimal so viele Engagierte wie in den 50er Jahren. Es darf Spaß machen Der Kirchenprobst warnte davor, diesen wertvollen menschlichen Einsatz als „soziales Kapital“ zu bewerten. Es sei viel mehr. Das Ehrenamt mache erst die Gesellschaft aus. Ohne Feuer, ohne Einsatz ohne Querdenkertum sehe die zivile Gesellschaft anders aus. Schließlich bekräftigte Wöllenstein, dass das Ehrenamt auch Spaß machen dürfe und solle, denn es habe auch etwas mit persönlicher Erfüllung zu tun. Ebenso wichtig wie das aktive Tun sei auch das Recht aufhören zu können. Niemand solle genötigt werden, in seinem Ehrenamt immer weiter machen zu müssen. Bei der anschließenden Ehrung wurden Christa Hohmann, Rolf Crone und Friedrich Gerhard für ihr jahrzehntelanges Engagement ausgezeichnet. Die Laudatio auf Christa Hohmann hielt Ralf Schüttler. Er erinnerte daran, dass Christa Hohmann seit fast 60 Jahren als Übungsleiterin im TuS Helsen aktiv ist. Mit 14 Jahren übernahm sie 1955 das Kinderturnen, wurde 1962 Abteilungsleiterin Turnen und Mitglied im Vorstand. Außerdem engagiert sie sich im Seniorenclub Mengeringhausen. Christa Hohmann sei der lebende Beweis dafür, dass das Ehrenamt körperlich und geistig fit halte. Katja Müller-Ashauer hielt die Laudatio auf Rolf Crone, der 1978 „auf verschlungenen Wegen“ als Straßenbau-Ingenieur nach Arolsen gekommen sei. Seine dienstliche Verwendung habe ihn zwar mehrfach nach Wiesbaden geführt. Seit vielen Jahren aber sei Crone in Bad Arolsen ehrenamtlich engagiert.

Davon habe ihn auch seine letztlich nicht erfolgreiche Kandidatur für das Bürgermeisteramt abgehalten. 1990 unterlag er im Stadtparlament nur knapp seinem Gegenkandidaten Helmut Kossmann. Sichere Straßen Seit 2004 leitet Crone die Initiative „Pro Bad Arolsen“, die sich mit Geld und Ideen für den Wochenmarkt, das Internationale Jugendmusikfestival und viele Projekte mehr einsetzt. Außerdem setzt sich Crone seit 2004 als Vorsitzender der Kreisverkehrswacht für Verkehrssicherheit ein. Als Vorstandsmitglied der Gesellschaft umweltgerechter Straßen unterstützt er Städte und Bürgerinitiativen in ihrem Bestreben nach besseren Straßen. Wanderwart und Chronist Friedrich Biller hielt die Laudatio auf den dritten Preisträger des Abends, Friedrich Gerhard, in Kohlgrund genannt „Ecken Fritz“. Als traditionsbewusster Mensch setze er sich seit vielen Jahrzehnten für die Brauchtumspflege in Kohlgrund ein. Als Schießwart, Vorsitzender der Sportschützen und historischen Schützen habe er sich ganz selbstverständlich auch an allen Baumaßnahmen rund um die Schützenhalle beteiligt. Weitere Betätigungsfelder von Friedrich Gerhard lagen bei der Feuerwehr, bei der Erstellung der Dorfchronik und schließlich bei der Pflege der Wanderwege. Seit 2001 ist Gerhard Wanderwegewart der Stadt Bad Arolsen. Den Festakt im Schreiber’schen Haus beendete Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion mit dem Hinweis, dass bürgerschaftliches Engagement Fundamente des demokratischen Staates seien. Den musikalischen Rahmen des Abends gestaltete Erich Müller mit Liedern der deutschen Freiheitsbewegung um 1848 sowie mit norddeutschen Volksliedern.

Kommentare