Walter Scholz spielte 1962 mit der „Mallorca-Melodie“ erste Schallplatte ein

Einstand vor 50 Jahren als „Juan Perez“

Bad Arolsen-Helsen - Vor 50 Jahren nahm der aus Helsen stammende Trompeter Walter Scholz seine erste Schallplatte auf: Die 45er-Scheibe mit der „Mallorca-Melodie“ spielte er für eine Gage von 50 Mark mit Musikern des Südwestfunks ein. Die Plattenfirma veröffentlichte die Single ohne Scholz’ Einverständnis unter dem Künstlernamen „Juan Perez“. Scholz war sauer.

 Er konnte danach bei einer Plattenfirma in Hamburg einen lukrativen Vertrag bekommen. In dem folgenden halben Jahrhundert bewies der im klassischen Fach ausgebildete Trompeter, dass er auch mit dem nicht so mondän klingenden Namen Scholz zu internationalem Ruhm kommen konnte. Stichwort: „Sehnsuchtsmelodie“.

Dieser auf ewig mit seinem Namen verbundene Hit begleitet seine musikalische Erfolgsgeschichte. Als Meisterschüler ausgebildet, avancierte er zum ersten Solotrompeter beim Sinfonieorchester des Südwestfunks in Baden-Baden, wo Scholz bis 1998 tätig war. In seiner knappen Freizeit „mache ich das, was mir am meisten Spaß bereitet, ich übe auf meiner Lieblingstrompete“, sagt Walter Scholz. Von dem Dirigenten Herbert von Karajan als „Jahrhunderttrompeter“ apostrophiert, erweist sich Scholz als brillanter Virtuose zwischen Klassik und leichter Musik. Seit 50 Jahren begeistert er die Liebhaber der volkstümlichen und klassischen Musik als Solist, Orchestermusiker, Komponist und Arrangeur.

In über 80 Ländern gastierte Walter Scholz. Für seine Erfolge wurde er mit zehn Goldenen und drei Platinschallplatten ausgezeichnet. 1993 bekam Walter Scholz das Bundesverdienstkreuz. Aktuell erschienen ist sein 
Album „Rosen nur für Dich“. Fernsehtermine: 26. April um 16 Uhr im HR, „Hallo Hessen“; 27. April, 16 Uhr. MDR „Neues von hier“ und am 1. Juli, 10 Uhr, ARD „Immer wieder sonntags“. (r)

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