Mengeringhausen

Endlich Klarheit über Rasenplatz

- Bad Arolsen-Mengeringhausen (es). Der Schwebezustand ist beendet: Die Mengeringhäuser Fußballer haben nun auch juristisch wieder festen Boden unter den Füßen. Das garantiert der Vertrag, der am Donnerstag im Rathaus unterschrieben wurde.

Mit dem Kauf der Kaserne vor drei Jahren glaubte Bürgermeister Gerhard Schaller auch den vom TuSpo genutzten Bundeswehrsportplatz zum Schnäppchenpreis erworben zu haben. Doch eine abweichende Vertragsauslegung durch den Bundesrechnungshof machte diesem Geschäft einen Strich durch die Rechnung. Im Zuge des in diesem Jahr abgewickelten Kaufes der ehemaligen Standortverwaltung hat der Magistrat nun den Sportplatz doch noch günstig erwerben können. Zahlen wollte der neue Rathauschef Jürgen van der Horst nicht nennen. Nur so viel gab er preis: „Wir haben ein Paket geschnürt, bei dem die Stadt kein eigenes Geld aufwenden musste, und haben sogar noch eine Sicherheitsreserve.“ Dazu muss man wissen, dass die Gebäude der ehemaligen Standortverwaltung inzwischen an heimische Handwerksbetriebe und an das Bathildisheim weiterveräußert wurden. Wie dem auch sei – was für die Mengeringhäuser Sportler zählt, ist, dass der bisherige Kooperationsvertrag zwischen Stadt und TuSpo nun in einen Pachtvertrag umgewandelt wurde. Ein Pachtzins ist nicht zu zahlen. Dafür übernehmen die Sportler die Pflege des Geländes und die Unterhaltung des Vereinsheims. Beim Mähen der Rasenfläche helfen allerdings die Experten vom städtischen Betriebshof. „Damit ist der TuSpo nun Herr im eigenen Haus. – Die Stadt steht zu ihren Großvereinen“, verkündete Bürgermeister Jürgen van der Horst bei der Vertragsunterzeichnung. Erster Stadtrat Helmut Hausmann, der das Kooperationsprojekt seinerzeit noch in seiner Funktion als Chef der Standortverwaltung begleitet hatte, erinnerte daran, wie Bundeswehr und Stadt seinerzeit in einer Gemeinschaftsaktion die Umwandlung des Hartplatzes in einen modernen Rasenplatz ermöglicht hatten. Die ­TuSpo-Fußballer bauten dann das Umkleidegebäude zum Vereinsheim um. „Ich bin froh, dass aus der langen Kooperation mit der Bundeswehr nun ein regulärer Pachtvertrag wird“, stellte ­TuSpo-Vorsitzender Dieter Feurich (1011 Mitglieder) fest und betonte den Anteil, den schon sein Vorgänger Franz Hoellen an dieser Entwicklung hatte.Als Vorsitzender der 360 Mitglieder zählenden Fußballabteilung bekräftigte Carsten Hohmann, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt sehr problem- und reibungslos verlaufe. Der Verein sei sehr dankbar für das unkomplizierte Miteinander. Der Mengeringhäuser Sportplatz wird nicht nur von den Fußballern genutzt, sondern auch von den Leichtathleten des TuSpo sowie für den Schulsport.

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