Kirchensanierung in Wetterburg zieht sich noch bis Pfingsten hin

Engelsbilder werden konserviert

Bad Arolsen-Wetterburg - Das Mammutürojekt Kirchensanierung n Wetterburg wird wohl erst Pfingsten abgeschlossen werden.

Bad Arolsen-Wetterburg. Der ursprünglich anvisierte Termin zu Ostern (wir berichteten), lässt sich jedenfalls nicht mehr einhalten. Zurzeit ist‘s in der im 17. Jahrhundert errichteten Kirche finster wie‘s Grab. Aus statischen Gründen ist sie seit 2010 gesperrt, und die Gottesdienste finden nur im Martin-Luther-Haus beziehungsweise in der Friedhofskapelle statt. Das Dach und Querbalken mussten erneuert werden. Um die Einflüsse durch Wetter und Abgase abzuschirmen, wurde auf der nördlichen Fachwerkwand Schiefer aufgebracht. Die Klinkersteine im Chorbereich und im Turm waren erst 1893 aufgebracht worden. Bei den Innenarbeiten sind Reste von Engelsbildern im Tonnengewölbe entdeckt worden, die Mitte des 18. Jahrhunderts beim Einbau der Orgel aufgemalt wurden. Eine Engelsfigur ist sogar noch recht gut erhalten. Doch wegen der Kosten von mindestens 50 000 Euro und mit Rücksicht auf den Fortgang der weiteren Arbeiten wird vorerst auf eine Sanierung verzichtet. Das bedeutet, die Malereien werden dokumentiert und konserviert, so dass sie bei späteren Arbeiten aufgearbeitet werden könnten. Die Kirche war schon früher in einem beklagenswerten Zustand. So war in den 60er Jahren erwogen worden, das Gotteshaus abreißen zu lassen und ein neues zu errichten. Doch dann fiel die Entscheidung zugunsten einer Renovierung. 1982 wurden neue Glocken eingebaut. 2002 bescheinigten Fachleute des Landeskirchenamtes ´solche Mängel im Mauerwerk und in der Holzkonstruktion, dass eine Standfestigkeit auf Dauer nicht gewährlesitet werden könne.Als erste größére Sanerungsmaßnahmen wurde 2009 die Erneuerung des Turmes in Angriff genommen, der ebenfalls zum Teil verschiefert wurde. Im folgenden Jahr wurde die Kirche aus Sicherheitsgründen geschlossen. (-ah-)

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