DIEMELSTADT

Erhebliche Schäden am Kanalnetz entdeckt

- Diemelstadt (sim). Die Sanierungsplanung für die Kanalisation der Stadtteile Wrexen, Rhoden, Neudorf, Helmighausen, Hesperinghausen und Orpethal wurde im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt.

Sechzig Kilometer beträgt das untersuchte Kanalnetz insgesamt, das in fünf Zustandsklassen von 0 (sofortiger Handlungsbedarf) bis 4 (kein Bedarf) eingeteilt wurde. Ein stark sanierungsbedürftiger Zustand, der „sofortige bis kurzfristige“ Abarbeitung verlangt, betrifft immerhin 43 Prozent der Kanalisation in den sechs Ortsteilen. Bei 41 Prozent liegt kein Handlungsbedarf vor. Ein „ziemlich gravierendes“ Ergebnis von insgesamt 66 Prozent mit sofortigem bis kurzfristigem Handlungsbedarf habe die Untersuchung des Kanalnetzes in Wrexen ergeben. Dringender Sanierungsbedarf betrifft in Rhoden 32 Prozent des Kanals, in Neudorf 61 Prozent, in Helmighausen 53 Prozent, in Hesperinghausen 27 Prozent und in Orpethal 42 Prozent. „Der Löwenanteil liegt bei der Reparatur“, stellte Bürgermeister Emde fest. Auf Gesamtkosten von 8,23 Millionen Euro summiere sich allein die Sanierung der marodesten Kanalabschnitte in den sechs Ortsteilen, für die sofortiger bis kurzfristiger Handlungsbedarf bestehe, teilte der Bürgermeister mit. In diesen Kosten nicht enthalten seien die Straßenbauarbeiten. Damit verbunden würden die Hausanschlüsse untersucht: „Wir müssen noch klären, ob die Kommune oder der Hauseigentümer dafür zuständig ist“, sagte der Bürgermeister. Moderne Sanierungsverfahren würden ein Aufreißen der Straße längst nicht mehr überall erforderlich machen, merkte Bauamtsleiter Eckard Bodenhausen an.Im Vorfeld der Arbeiten müsse die genaue Art der Sanierung für Teilbereiche festgelegt werden. Beispielsweise gelte es zu überlegen, statt kleiner Teilbereiche komplette Bereiche zu erneuern. Emde: „Wir werden das ausarbeiten lassen, damit es wirtschaftlich ist.“ (sim)

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