Achtjähriges Mädchen aus Klinik entlassen

Ermittlungen nach Viehmarktsunfall

Diemelstadt-Rhoden - Wie konnte es zu dem Unfall auf dem Rhoder Kram- und Viehmarkt kommen, bei dem ein achtjähriges Mädchen glücklicherweise nur leicht verletzt wurde? Inzwischen läuft ein Ermittlungsverfahren.

Um diese Frage zu klären, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts einer fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet, an dessen Ende die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob ein schuldhaftes Verhalten vorliegt. Das Kind war am Freitagabend, wie berichtet, aus dem „Fliegenden Teppich“ herausgefallen und wurde vorsichtshalber mit dem Rettungshubschrauber in eine Kasseler Klinik gebracht. Die Verletzungen erwiesen sich erfreulicherweise als leicht, inzwischen ist das Kind auch wieder zu Hause. Nun gilt es, so Polizeisprecher Volker König, die Ursachen des Unfalls zu prüfen. „Das Kind hat viele Schutzengel gehabt. Ziel unserer Ermittlungen ist es auch, für die Zukunft solche Unfälle zu vermeiden“, erklärte er gegenüber der WLZ. Viele theoretische Möglichkeiten kämen in Betracht, die Ursache des Unfalls gelte es nun zu klären. Hätte das Kind in das Fahrgeschäft hinein gedurft? Die Erziehungsberechtigten und der Schausteller werden befragt, zudem soll ein Gutachten erstellt werden. Der Schausteller habe eine Berechtigung für den Betrieb vorweisen können, das Gerät sei vom TÜV abgenommen und am Freitag nach dem Aufbau von Sachverständigen des Kreisbauamtes einer Sicherheitsprüfung unterzogen worden. Hierbei seien keine Mängel festgestellt worden. Unmittelbar nach dem Unfall hätten die Kollegen der Polizei das Fahrgeschäft in einem Probelauf einer Funktionsprüfung unterzogen und keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Auch der Not-Ausschalter habe funktioniert. Das Fahrgeschäft darf erst ab einer Körpergröße von 1,30 Meter benutzt werden. Das verunglückte Kind war größer. Auch bei diesem Aspekt dürfte die nun beginnende Überprüfung ansetzen. Eine Besucherin hatte an dem Freitagabend im Bereich des Fahrgeschäftes mit einer Videokamera Aufnahmen gemacht und diese am folgenden Tag der Stadt zur Verfügung gestellt. Dieser Mitschnitt wurde dann auch der Polizei übergeben.Der offensichtlich schockierte Betreiber des Fahrgeschäftes hatte nach dem Unfall den Betrieb eingestellt und den „Fliegenden Teppich“ abgebaut. (ah)

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