Neues Hochregallager fertiggestellt

Essex-Standort Bad Arolsen stärken

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Essex Europa-Manager Frederic Weishaar, Essex Deutschland Industrial Director Peter Lammers , Bürgermeister Jürgen van der Horst und Werksleiter Joachim Spichal stoßen auf Fertigstelung des Hochregallagers an.

 "Ein Meilenstein für die Entwicklung von Essex am Standort Bad Arolsen“, freute sich Deutschland-Direktor Peter Lammersbei der gestrigen Feier zur Fertigstellung des Hochregal-Fertigteillagers.

 Die mit 650 000 Euro veranschlagte Logistikhalle stellt den ersten Teil des Investitionsprogramms im Wert von 1,8 Millionen Euro in Bad Arolsen dar. Demnächst soll mit dem Bau von zwei neuen Fertigungslinien begonnen werden, in denen speziell lackierte Flachdrähte für die Produktion von Elektromotoren für die Automobilindustrie hergestellt werden.

Damit setzt Essex auf die neue Generation der Antriebsaggregate, wie Europa-Manager Frédéric Weishaar im Gespräch mit der WLZ bekräftigte.

Die Investitionen sind Teil eines Restrukturierungsprozesses in Bad Arolsen, in dessen Verlauf die Belegschaft im vorigen Jahr von 250 auf 130 Mitarbeiter reduziert wurde. Die Produktion von Drillleitern war aus Kostengründen ins Ausland verlagert worden.

Weitere Einsparungen im Logistikbereich, aber auch stärkere Absatzchancen bieten die laufenden Investitionen. Schließlich habe die Muttergesellschaft versprochen, der Standort Bad Arolsen werde weiter gestärkt, sagte Deutschland-Chef Lammers.

Das hörten die Betriebsräte, Mitarbeiter und der IG Metall Nordhessen-Sekretär Walter Brück ebenso gerne wie Bürgermeister Jürgen van der Horst: „Das ist ein guter Tag für die Entwicklung in Bad Arolsen.“

Auf einem komplizierten Markt für Kupferdrahterzeugnisse sei dies ein Schritt nach vorne gewesen. Durch Wettbewerbsdruck und den Zwang zur Kosteneffizienz sei die Restrukturierung bedingt worden.

Viele Arolser hätten die Umformierungen der letzten Jahrzehnte miterlebt, sagte der Rathauschef. Dabei sei der Produktionsstandort auch identitätsstiftend geworden. Eine bindende Wirkung sei auch in Zeiten der Globalisierung wichtig. Schließlich würden gut ausgebildete Kräfte gesucht. 3900 Palettenplätze „Ein gelungenes Projekt“, stellte Lammers fest. In den vergangenen sechs Monaten sei, in der Anfangsphase kaum behindert durch winterliche Temperaturen, eine 74 mal 22 Meter große und zehn Meter hohe Halle gebaut worden, in der 3900 Stellplätze für Paletten mit Fertigprodukten zur direkten Auslieferung an die Geschäftspartner in modernen Hochregalen geschaffen wurden. Logistikkosten senken Um den Nachschub an Drahtspulen für 25 Tage sicherzustellen, seien zwar nur 2800 Plätze nötig. Doch die Reserve werde benötigt, um weitere Fertigerzeugnisse aus dem Essex-Werk in Bramsche einlagern zu können.  Mehr in der gedruckten Ausgabe der WLZ

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