Bad Arolsen

Feuerwehr und Sanitäter proben Zusammenspiel

- Bad Arolsen (-es-). Der ehemalige Standortübungsplatz auf dem Mengeringhäuser Hagen bildete am Sonnabend die Kulisse für eine Großübung der Katastrophenschutzzüge der Feuerwehren aus Wolfhagen und Bad Arolsen sowie der Schnelleinsatzgruppen (SEG) des Arbeiter-Samariter-Bundes Nordhessen und des DRK-Kreisverband Korbach-Bad Arolsen.

Angenommen wurde eine Katastrophensituation nach Unwetter. Windhosen hatten weite Teile der Stadt verwüstet. Umgestürzte Bäume verhinderten die Zufahrt zur Stadt, während auf dem Übungsplatzgelände ein Jugendzeltlager schwer getroffen wurde. Verletzte Jugendliche mussten gesucht und gerettet werden, Pkw-Fahrer aus ihren verunglückten Fahrzeugen befreit und abgestürzte Personen aus einem Schacht gerettet werden. Genügend Arbeit also für die rund 120 Katastrophenschützer von Feuerwehr und Rettungsdiensten: Weil die Zufahrt zum Stadtkrankenhaus nicht möglich war, wurde auf dem Kasernengelände ein Behelfskrankenhaus eingerichtet. Derweil mussten die Helfer vor Ort die nach und nach aufgefundenen und zum Verbandsplatz transportierten Verletzten nach der Schwere ihrer Verletzungen aussortieren und bei Bedarf ins Behelfskrankenhaus weiterleiten. Derweil mühten sich die Feuerwehrleute, verunglückte Autofahrer, dargestellt durch Strohpuppen, aus ihren demolierten und unter umgestürzten Bäumen begrabenen Fahrzeugen zu schneiden. Dabei wurde wieder und wieder der Einsatz der Rettungsschere geprobt. Schließlich muss im Ernstfall jeder Handgriff sitzen. Auch der sichere Umgang mit der Motorsäge war Voraussetzung für die zügige Befreiung der eingeklemmten Personen. Während der Befreiungsaktion hatte eine Feuerwehrfrau auf dem Beifahrersitz Platz genommen, um dem Verletzten Mut zuzusprechen und ihn vor splitterndem Glas zu schützen.

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