Freibad Landau: Mitglieder beschließen grundlegende Sanierung der Beckenwände

Das Flicken soll ein Ende haben

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In jedem Frühjahr ist Großreinemachen im Becken des Freibads angesagt. Nun aber sollen die Beckenwände von Grund auf saniert werden.

Bad Arolsen-Landau - Jahr für Jahr bricht der Beton und bröckelt der Putz im Schwimmerbecken im Freibad Landau und wird notdürftig geflickt. Das soll jetzt anders werden, beschlossen die Mitglieder des Trägervereins.

Nennenswerte Zuschüsse der öffentlichen Hand sind nicht zu erwarten, berichtete Gerhard Menkel (Vorsitzender) im Landgasthof Kranz. Der Verein setzt deshalb auf eigene Mittel und verschiedene Aktionen mit dem Ziel, weiteres Geld für die Sanierung aufzutreiben. Dazu habe dankenswerterweise Bürgermeister Jürgen van der Horst seine Unterstützung erklärt.

Grundlegende Sanierung

Menkel dankte für intensive Bemühungen dem Landtagsabgeordneten Armin Schwarz (CDU), der nach Gesprächen in Wiesbaden auch mit Blick auf das Projekt Landliebe zumindest einen kleineren Betrag in Aussicht gestellt habe.

Gunthard Ohm, der maßgeblich für die Instandhaltung und -setzung des Bades aus baulicher Sicht verantwortlich zeichnet, bestätigte: Das notdürftige Flicken ist nur noch begrenzt möglich. Der Verein muss zwar eine gewisse Rücklage vorhalten, falls wider Erwarten die Schwimmbad-Technik kaputtgeht, Manfred Zoske als Fachmann beruhigte aber die Versammlung: Einen größeren Teil der angesparten Gelder könne der Freibadverein für Baumaßnahmen ausgeben.

Das wiederum war die Grundlage für den einstimmigen Beschluss der Versammlung, dass der Verein so bald wie möglich mit einer Grundsanierung der Beckenwände und der Krone samt Startblöcken beginnen und auch Fachfirmen mit den nötigen Arbeiten betrauen soll.

Ein Bauausschuss unter der Leitung von Gunthard Ohm wird zusammen mit dem Vorstand die nötigen Schritte in die Wege leiten. Wegen des Schützenfestes dürften die Arbeiten erst nach der Saison 2013 beginnen, denn auch bei diesem Vorhaben sei ehrenamtliche Arbeit unabdingbar, hieß es.

Wie sehr der Betrieb des Bades im neunten Jahr unter Vereinsregie vom ehrenamtlichen Einsatz vieler abhängt, zeigte der Dank, den die Vorsitzenden Gerhard Menkel und Thomas John aussprachen: dem Ehepaar Hosse, das für Aufsicht an allen Tagen und den Kioskbetrieb sorgt, an Manfred Zoske für das Warten und Instandsetzen der technischen Anlage, Gunthard Ohm für bauliche Maßnahmen, Michael Menkel für die Pflege der Grünanlagen und Oskar de Bakker für das alljährliche Streichen.

Patient in Pflege genommen

Dank galt auch Jörg Hosse, der mit dem DLRG-Abzeichen Silber jetzt Aufsicht führen darf. Der Vorstand warb eindringlich dafür, den Kreis um Peter und Jörg Hosse noch zu erweitern.

Lob gab es sowohl von Thomas John als auch von Michael Menkel für die Arbeitseinsätze mit reger Beteiligung und großer Effektivität. Erfreuliches hatte Manfred Zoske zur Technik zu berichten: „Alles läuft zur Zufriedenheit, und Großprojekte stehen nicht an.“ (du)

Gerhard Menkel betonte noch einmal, wie wichtig das Bad für Landau sei: „Es ist ein Projekt der öffentlichen Daseinsvorsorge und ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche.“ Darum plädierte er dafür, nicht nur an die eigenen Kinder beziehungsweise Enkel, sondern noch weiter zu denken. Kritik übte er an der Tatsache, dass die Förderrichtlinien des Landes die Freibäder von jedem Geldfluss abschnitten - auch solche in Bürgerhand, die doch die öffentlichen Kassen entlasteten.

„Wir haben mit dem Bad einen Patienten in Pflege genommen und ihn aufgepäppelt. Gesunden lassen können wir ihn so aber nicht. Im Grunde sollen wir nur Sterbebegleitung leisten.“ Vage Hoffnungen ruhen auf europäischen Fördermitteln.

Als Höhepunkt 2012 nannte Thomas John den Triathlon mit elf Kinder- und 17 Erwachsenenteams. Termin für dieses Jahr ist der 29. Juni.

Mehr als 10000 Badegäste

Peter Hosse zog Bilanz mit Blick auf die Zahl der Badegäste: Mit 3710 waren es kaum mehr als 2011. Heiße Sommer haben schon für Zahlen über 10000 Gäste gesorgt. Saisonkarten verkaufte er 55. Der Verein zählt unverändert rund 80 Mitgliedschaften (meist Familien).

Dank galt auch Kassiererin Sabine Riess für professionelle und hervorragende Kassenführung. Sie und Gerhard Menkel wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, wobei der Vorsitzende von seiner voraussichtlich letzten Amtszeit sprach.

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