Film für arte entsteht in der Papierfabrik Smurfit-Kappa

Vom Flirten und Papiermachen

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Diemelstadt-Wrexen - Was haben Flirten und Papierherstellung miteinander zu tun? Sie sind die Themen, die der gebürtige Helmighäuser Fernsehredakteur Christian Vogel ins Fernsehen bringt.

Diemelstadt-Wrexen. Diesmal ist er mit einem Dutzend Fernsehleuten bei der Papierfabrik Smurfit-Kappa gewesen, um einen Beitrag für das öffentlich-rechtliche Format Xenios bei arte zu drehen. Vogel kennt sich recht gut bei der Papierfabrik in Wrexen aus, weil er dort ein Praktikum absolviert hat. Als Redakteur des Hessischen Rundfunks kehrt er gewissermaßen zurück, um einen etwa halbstündigen Beitrag über die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit der Papierherstellung zu erstellen. Die französische Moderatorin Emilie Langlade und ihr deutscher Kollege Adrian Pflug sorgen dafür, dass die arte-Zuschauer in Frankreich und in Deutschland die in dem Film vermittelten Informationen in ihrer Sprache hören können. Zwei Tage hat das Team Zeit bekommen, um mit dem Geschäftsführer Stefan Beck zu sprechen und den Weg von der Anlieferung bis zur tonnenschweren Papierrolle zu dokumentieren. Spannend sei es für die Zuschauer zu erfahren, dass bei dem enormen Wasserverbrauch nur wenig Frischwasser genommen werden müsse, denn das Unternehmen bereite das verbrauchte Wasser auf und nutze es wieder – so viel zum Thema Nachhaltigkeit. Um die Dokumentation für Zuschauer in beiden Ländern interessanter zu machen, vergleicht der Autor die Produktion in Frankreich und Deutschland miteinander und nimmt dazu eine Reihe wichtiger Aspekte unter die Lupe. Dabei ist die Papierindustrie in unserem Nachbarland von geringer Bedeutung, während sie hier zu Lande eine wichtige Rolle spielt. Das hänge auch mit der Tatsache zusammen, dass die Deutschen „Recycling-Weltmeister“ sind, wie Vogel erklärt. Am 1. Juli wird der Beitrag bei arte ausgestrahlt, bis dahin müssen zehn Stunden Filmmaterial ausgewertet werden, der Aufenthalt bei Smurfit-Kappa liefert dafür nur einen Teil des benötigten Materials. Doch der Aufwand ist naturgemäß groß, um erstklassige Bilder liefern zu können, dafür wurde auch eine Film-Drohne angeheuert, die Bilder aus der Vogelperspektive lieferte, die sonst nicht zu machen wären. Christian Vogel ist für Xenios schon länger in Europa unterwegs und produziert so etwas wie die „Sendung mit der Maus“ für Erwachsene. Mit dem Xenios-Mobil stellen die Fernsehleute gewissermaßen Roadmovies über Wissenswertes aus verschiedenen Ländern dar. Womit wir beim wissenschaftlichen Aspekt des Flirtens wären. Warum und wie flirten wir? Oder was bedeutet Berühmtsein für den Menschen? Aber auch das Thema Kohlendioxid-Ausstoß oder den Umgang mit Koma-Patienten hat Vogel in seinen bisherigen Beiträgen beleuchtet. Unter dem Stichwort arte-plus-90 können die Beiträge etwa drei Monate lang aus der Mediathek (noch einmal) angeschaut werden. Personalleiterin Kerstin Heinemann sieht in dem Beitrag über die Papierindustrie auch eine gute Möglichkeit, das Interesse für die verschiedenen Berufsfelder in den Firmen zu wecken.Genau für diesen Zweck hat das Unternehmen bereits einen Film in Auftrag gegeben, der wahrscheinlich beim nächsten Ausbildungstag gesehen werden kann.

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