Bad Arolsen

Der „Freundliche“ aus Bad Arolsen

- Bad Arolsen (lb). Den Dalai-Lama kennt er schon seit 1968, bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde in Marburg hat der Arolser Indologe Eckhard Bangert die Laudatio auf das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten gehalten.

So also sieht ein buddhistischer Mönch aus Bad Arolsen aus: Bhikkhu Pasadika, der Freundliche, lächelt sanft. Das Haar ist kurz geschoren, der Körperbau asketisch. Wenn er sein Gegenüber begrüßt oder verabschiedet, neigt der 69-Jährige mit dem Händedruck kurz den Kopf, wie zu einer kleine Verbeugung. Beim Einkaufen im Supermarkt würde er wohl kaum auffallen, ein etwas älterer Herr in grauer Stoffhose und weißem Poloshirt. Wenn er sich vorstellt, dann unter seinem weltlichen Namen Eckhard Bangert. Die Residenzstadt ist kein idealer Ort für aktive buddhistische Mönche: „Meditation ist hier nur beschränkt möglich“, sagt der promovierte Indologe. „Man ist in zu viele Alltagsdinge eingebunden, muss mittwochs die Mülltonne an die Straße stellen.“ Für Forschungsarbeiten ist das Barockstädtchen da schon eher geeignet, zumindest seit Bangert über das Internet den Kontakt mit Forschern aus aller Welt halten kann.Nach dem Abitur 1959 an der Alten Landesschule in Korbach, das er unter anderem mit dem Großen Latinum und dem Graecum (Altgriechisch) abschloss, und nach dem Wehrdienst begannen die fast 20 Jahre währenden Reisen und Studien des gebürtigen Arolsers in Asien. Sprachwissenschaftliche und religionsphilosophische Studien führten ihn durch Indien, Japan und Thailand. Bangert lernte Sanskrit, die über 2500 Jahre alte Basis aller indischen Sprachen, darüber hinaus Siamesisch, Pali, Tibetisch und Chinesisch.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe von Samstag, 15. August 2009.

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