Fritz Emde führt Buch über seine 100.000 auf dem Elektrofahrrad gestrampelten Kilometer

Muskeln mit Akku-Unterstützung

+
100 000 Kilometer hat Fritz Emde (Mitte) auf seinem Elektrofahrrad schon zurückgelegt. Auf Teilstrecken wurde er dabei begleitet von Stefan Landau (l.) und Dr. Karl Hesse (r.).

Bad Arolsen. Unvorstellbare 100 000 Kilometer hat sich Fritz Emde in den vergangenen fünf Jahren auf seinem Fahrrad abgestrampelt. Der 70-Jährige vertraut dabei auf die Hilfe eines kleinen Elektromotors.

Die Anfänge seines Hobbys beschreibt Emde so: „Als 2001 mit dem alten Hercules-Rad meines Sohnes, mit dem ich immer zur Arbeit fuhr, in die Werkstatt musste, um einen Seilzug erneuern zu lassen, durfte ich gleich ein neues KTM mit 21 Gängen probefahren. Das gefiel mir so gut, dass ich es gleich kaufte. Obwohl ich noch berufstätig war, schaffte ich damals, über 3000 Kilometer im Jahr zu fahren.“

Diese Jahresleistung ließ jedoch in den folgenden Jahren bald nach. 2008 und 2009 schaffte Emde nur nur 750 Kilometer pro Jahr. Mit 63 Jahren wollt er sich nicht länger quälen und schaffte sich 2010 ein Pedelec an. Für seine Standardstrecke, 58 Kilometer von Arolsen nach Warburg und über Wrexen zurück, musste ein zweiter Akku angeschafft werden.

Emde hat genau Buch geführt und sagt: „Auf diese Weise schaffte ich von August 2010 bis Ende 2012 rund 25 000 Kilometer. Da es  ja laufend etwas Neues auf dem Markt gibt, bekam ich im Mai 2013 mein zweites Elektrofahrrad, wieder ausgestattet mit einem Heckmotor, aber einem stärkeren Akku.“

Mit diesem Rad legte Emde nach seiner Streckenliste bis Ende September 2016 gut 55 000 Kilometer zurück. Das Radfahren ist inzwischen fast zur Sucht geworden. Emde: „Die 18 000 Kilometer aus dem Vorjahr werde ich in diesem Jahr kaum erreichen, da ich im letzten November und Dezember auf 3170 Kilometer kam. Die Witterung muss es auch zulassen.“

Die 100 000 Kilometer hat Emde aber schon Mitte Dezember voll erreicht.

Seine Spitzenleistung notierte Emde, der sonst vor allem als Sportschützen und Kreisschützenmeister auf sich aufmerksam macht, im August 2016 mit 2275 Kilometern, was einem Tagesschnitt von rund 73 Kilometern entspricht. Auf manchen seiner Strecken wird Emde von der Dr. Karl Hesse und/oder Stefan Landau begleitet.

 Ihm macht es aber auch nichts aus, sich alleine auf den Weg zu machen. „Da ich im Juli 70 Jahre alt geworden bin, muss ich bald etwas kürzer treten.

Zwei Unfälle, an denen Pkw-Fahrer die Schuld trugen, warfen mich einige Wochen zurück“, erzählt Emde.

Er hat am eigenen Leib erfahren, wie wichtig ein guter Fahrradhelm und eine reflektierende Weste beim Fahrradfahren sind: „Ich fahre nur noch mit Warnweste oder auffälliger Kleidung und einem guten Helm auf dem Kopf.“

Kommentare