Fahrradkontrollen durch die Ortspolizeibeamten in Bad Arolsen

Funktionieren Bremsen und Licht?

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Hier funktioniert alles vorschriftsmäßig: Der Ortspolizeibeamte Heinrich Simshäuser und seine angehende Kollegin Heike Jakob haben nichts auszusetzen an den beiden Fahrrädern von Kimberly Hock und Leo Scheele. Foto: Armin Haß

Bad Arolsen - Gute Bremsen und funktionierende Beleuchtung sind das A und O bei Fahrrädern. Und ein Schutzhelm, auch wenn er noch nicht vorgeschrieben ist, sollte nicht fehlen.

Das ganze Jahr über, besonders aber in der dunklen Jahreszeit, werden in Bad Arolsen durch Polizei und Ortspolizeibeamte Kontrollen vorgenommen. Im Schulzentrum präsentierten der Orts-polizist Heinrich Simshäuser zwei Schüler mit vorbildlich ausgerüsteten Fahrrädern: Bei Leo Scheele (13) aus Bad Arolsen funktioniert das batteriebetriebene Licht hinten und vorne am geländegängigen Zweirad.

Ein Dynamo ist inzwischen nicht mehr vorgeschrieben. Zudem erhöhen reflektierende Zonen an den Reifen anstelle von Reflektoren zwischen den Speichen die Sichtbarkeit des Fahrrads. Bei Kimberly Hock (13), die mit ihrem Fahrrad täglich von Mengeringhausen zur Schule fährt, sorgen die Reflektoren und eine mit einem Hinterraddynamo betriebene Beleuchtung für Sicherheit. Leo musste übrigens schon ein paarmal zur Kontrolle von seinem Fahrrad absteigen: Beanstandungen hat es jedoch nie gegeben, wie er versichert. Bis zum 14. Lebensjahr informieren die Ordnungshüter bei Mängeln am Fahrrad die Eltern. Bei älteren Jugendlichen werden die Eltern nur bei gravierenden Verstößen, wie etwa fehlende Bremsen, informiert. Beim Verständnis für die Kontrollen und die Ermahnungen hapert es nach der Erfahrung von Simshäuser mitunter bei Eltern: So habe sich eine Mutter einmal darüber beklagt, dass sich das Kind nach der Kon-trolle im Unterricht nicht mehr habe konzentrieren können.

Speziell unter die Lupe genommen werden bei Kontrollen Vorder- und Hinterrradbremsen, Scheinwerfer, Schluss-licht, Rückstrahler, seitliche Reflektoren und die Klingel.

Radfahrer müssen mit einem Bußgeld und sogar Punkten beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg rechnen, wenn ihr Zweirad technische Mängel aufweist oder sie gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen. Fehlt die Klingel, müssen 15 Euro bezahlt werden. „Dunkelmänner“ ohne Licht müssen 20 Euro bezahlen. Wer einen Walkman aufsetzt beim Radfahren, ist mit zehn Euro dabei, und für das Telefonieren mit dem Mobiltelefon werden 25 Euro fällig.

Wer dabei erwischt wird, wie er einen Bahnübergang trotz geschlossener Schranke oder Blinklichts überquert, muss 350 Euro bezahlen und bekommt vier Punkte. Beim „Überfahren“ einer auf Rot geschalteten Ampel werden 45 Euro fällig. Wenn dabei andere gefährdet wurden oder es zum Unfall kommt, dann sind 100 bzw. 120 Euro fällig, und es gibt einen Punkt in der Verkehrssünderkartei.

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