Enge Kooperation bei Altenpflege und Jugendhilfe in Bad Arolsen und Kassel

Fusion der Diakonissenhäuser

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Das Waldecksche Diakonissenhaus Bad Arolsen und das Kurhessische Diakonisenhaus Kassel wollen fusionieren.

Eine enge Kooperation haben das Kurhessische Diakonissenhaus Kassel und das Waldecksche Diakonissenhaus Sophienheim Bad Arolsen vereinbart.

  Damit verbunden ist die Gründung einer gemeinsamen Diakonissenhaus Kurhessen-Waldeck GbR zur gemeinsamen Leitung der Einrichtungen.

Die stiftungsrechtliche Genehmigung bekamen die beiden Häuser vor kurzem. Die Kooperationsvereinbarung wurde bereits zum 1. April nach einem Dreivierteljahr intensiver Beratungen zwischen den Vorständen geschlossen.

 „Wir wollen mit dem Personal, das wir haben, zusammen weiter arbeiten und die in beiden diakonischen Einrichtungen bestehenden Schwerpunkte Altenpflege und Jugendhilfe noch besser wahrnehmen“, erklärte der WDS-Vorsteher Pfarrer Oswald Beuthert gestern auf Anfrage der Waldeckischen Landeszeitung. Daher werde es keine Entlassungen geben, versicherte er auf Nachfrage.

In beiden Einrichtungen sind 800 Mitarbeiter beschäftigt, allein in Bad Arolsen 470 Frauen und Männer.

 Durch gemeinsame Personalentwicklung soll erreicht werden, dass die Aufgaben besser erfüllt  und ein breiteres Spektrum angeboten werden kann. Dazu gehört es auch, Verantwortungsbereiche zusammenzulegen und durch Spezialisierung mehr Qualität zu bieten.

Im Rahmen der angepeilten Fusion und Zusammenlegung von Geschäftsfeldern ist auch eine Zusammenlegung der Vorstands- und Geschäftsführungsspitzen vorgesehen. „Wir brauchen nicht alles doppelt“, sagt Pfarrer Beuthert.

 Die beiden Diakonissenhäuser Kaiserswerther Prägung bilden aus den Vorständen beider Häuser eine gemeinsame Leitung. „In einer Zeit, in der das wirtschaftliche das menschliche Handeln zurückzudrängen scheint, wollen beide Stiftungen ihr gemeinsames Handeln aus christlicher Nächstenliebe stärken“, bekräftigen die beiden Vorstände in einer gemeinsamen Erklärung.

 Beide Diakonissenhäuser sind in verschiedenen geographischen Bereichen tätig. Das WDS betätigt sich im Landkreis Waldeck-Frankenberg und in Kassel-Land. Beide betreuen in der Altenpflege stationär 560 und ambulant 700 Menschen. In der Jugendhilfe kümmern sich die Mitarbeiter beider diakonischer Einrichtungen um 200 Minderjährige. Zudem bietet die Altenpflegeschule 125 Plätze.

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