Feuerwehrhaus Berndorf soll vergrößert werden

Zu eng und gefährlich

Twistetal-Berndorf - Der Bauausschuss der Gemeindevertretung hat sich für eine 585 000 Euro teure Aufstockung des Feuerwehrhauses in Berndorf ausgesprochen. Das Land Hessen hat einen Zuschuss von 177 600 Euro zugesagt.

Vier Varianten hat das Architekturbüro Schütt und Partner in Bad Arolsen dem Gremium vorgestellt. Die teuerste Version ist ein Neubau in Berndorf für 982 000 Euro. Der Vorschlag Nummer zwei umfasst einen Umbau im bestehenden Feuerwehrhaus, der mit Kosten von 400 000 Euro zu Buche schlagen und mit 98 000 Euro vom Innenministerium bezuschusst würde. Auch ein Umbau des Hausmeisterhauses der Schule wurde untersucht, hierfür würden 360 000 Euro fällig und würde ein Landeszuschuss gewährt. Noch nicht enthalten sind darin Brandschutzmaßnahmen. Das Haus wird derzeit provisorisch von der Wehr genutzt. Die momentan genutzten Räume sind zu eng und gefährlich, wie Bürgermeister Stefan Dittmann deutlich machte. Der Technische Prüfdienst des Landes und die Unfallversicherung hätten erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt. Die modernen Standards mit von Fahrzeugen und Geräten getrennten Umkleidebereichen und separaten sanitären Anlagen für Männer und Frauen werden noch nicht erfüllt. Mit rund 50 Jugendlichen halte die Feuerwehr in Berndorf die wahrscheinlich größte Jugendgruppe in Hessen vor, wie Dittmann erklärte. Doch auch die knapp 50 aktiven Männer und Frauen müssen mit den beengten Verhältnissen mehr schlecht als recht zurechtkommen. Die drei Fahrzeuge werden derzeit hintereinander im Feuerwehrhaus aufgestellt. Nach einem ersten Vorstoß der Wehr vor zwei Jahren bei der Kommune habe sich der Gemeindevorstand Ende des vergangenen Jahres mit dem Thema eingehend befasst und habe beim Innenministerium sowie beim Kreisbrandinspektor offene Türen eingelaufen, sagte der Rathauschef. Auf Antrag der Gemeinde sei in diesem Jahr schon ein Zuschuss von 177 600 Euro zugesagt worden, zudem rangiere das Projekt vorne auf der Prioritätenliste wichtiger Investitionen für hessische Feuerwehren. Die Feuerwehr favorisiere die Aufstockung des Feuerwehrhauses, sagte Gemeindebrandinspektor Volker Bangert. Bei einem Umbau müssten von verschiedenen Vereinen genutzte Räume in das Feuerwehrhaus einbezogen werden, gab der Planer zu bedenken. Betroffen wären der Gesangverein, der Sportverein, die Schützengesellschaft und die Sportschützen.Otto Paul (SPD) gab zu bedenken, dass der Schulungsraum und der Umkleidebereich zu groß seien. Doch Gemeindebrandinspektor Bangert wies darauf hin, dass bei den Planungen die geltenden Richtlinien angewendet würden. Paul regte zudem an, bei den Gebäudeüberständen Sparmöglichkeiten zu prüfen. (ah)

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