Gemeinsam wollen sie mehr Gewicht in der planerische Waagschale werfen

Gemeinsame Strategie für Zukunft

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Gemeinsame Strategie für künftige Planungsvorhaben, v. l. die vier nordwaldeckischen Bürgermeister Jürgen van der Horst (Bad Arolsen), Elmar Schröder (Diemelstadt), Günther Hartmann (Twistetal), Hartmut Linnekugel (Volkmarsen) vor dem neuen Messestand.

Bad Arolsen - Die vier Nordwaldecker Bürgermeister haben in einem Strategiepapier dargelegt, wie künftig die gemeinsamen Maßnahmen zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Nordwaldeck gebündelt und intensiviert werden sollen.

Hintergrund sind aktuelle Entwicklungsvorhaben in Diemelstadt und in Volkmarsen. Zukünftig sollen Planungsvorhaben stärker interkommunal abgestimmt und die Zusammenarbeit ausgebaut werden.

Bürgermeister Jürgen van der Horst (Bad Arolsen): „Der Wirtschaftsraum und vor allem der Arbeitsmarkt Nordwaldeck sind längst regional ausgerichtet. Dazu tragen die Partnerkommunen mit ihren individuellen Stärken bei. Die gilt es weiter herauszuarbeiten.“

Das Strategiepapier, das bei einer gemeinsamen Sitzung mit Kommunalpolitikern aus allen vier Gemeinden in der Twisteseehalle vorgestellt wurde, benennt als Schwerpunkte der Zusammenarbeit die Bauleitplanung, das Standortmarketing, die Verkehrsinfrastruktur, die Wirtschaftsförderung und den Arbeitsmarkt. Ganz konkret ist in Diemelstadt auf jener Fläche, die einst für das Outlet-Center bestimmt war, ein weiteres Gewerbegebiet nördlich der Autobahn geplant. In diesem Zusammenhang muss die konfliktreiche Verkehrssituation im Gewerbegebiet „Wrexer Teich“ entschärft werden. In Volkmaren geht es schwerpunktmäßig um den weiteren Ausbau des Logistikstandortes.Besonderes Augenmerk wollen die Bürgermeister auf die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur legen: Bei den Ortsumgehungen für Twiste, Wetterburg und Volkmarsen sowie bei der Kreisstraße K91 bei Orpethal als Zubringer zur Autobahnauffahrt Marsberg soll das geballte politische Gewicht Nordwaldeck in die Waagschale geworfen werden.

Die Zeit scheint reif für das gemeinsame Vorgehen der vier Nachbargemeinden. In den vergangenen Jahren ist das notwendige Vertrauen gewachsen, das Voraussetzung für gemeinsame Planungen und Strategien schafft. Die Zeit der Eifersüchteleien ist vorbei. (r/es)

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