Christian-Rauch-Schule verabschiedet 78 frisch gebackene Abiturienten

Gut gerüstet für Herausforderungen des Lebens

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Bad Arolsen. - Den längsten Tag des Jahres nutzen die frisch gebackenen CRS-Abiturienten für ihren Abiball in der Külter Nordwaldeckhalle. Bereits am Vormittag hatten die 78 erfolgreichen Schüler des aktuellen Abiturjahrgangs ihre Abschlusszeugnisse in der Mengeringhäuser Stadthalle erhalten.

Bereits bei einem Gottesdienst am Freitagabend in der Bad Arolser Stadtkirche hatten die scheidenden Schülerinnen und Schüler der Christian-Rauch-Schule zusammen mit der Rhoder Pfarrerin Claudia Engler und dem katholischen Pfarrer Bernd Conze Rückblick auf acht gemeinsame Schuljahre gehalten. Dabei drehte sich alles um das von den Schülern gewählte Jahrgangsmotto „Abi-Vegas - Um jeden Punkt gepokert.“

Auch bei der Abschlussfeier in Mengeringhausen wurden viele Aspekte dieses Mottos ausgeleuchtet.

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„Nicht alle sind mit der gleichen Anzahl an Chips in das Spiel gegangen“, sinnierte Jahrgangsbester Jakob Wießner in der gemeinsam mit Thomas Meesters, Isabel Pfeiffer und Murtaza Köksal gehaltenen Schüleransprache. „Deshalb können wir froh sein, dass so viele von uns den Abschluss geschafft haben.“

Der jetzt verabschiedete Jahrgang war der erste reine G-8-Jahrgang. Das sei mit Einschränkungen in der Freizeit verbunden gewesen, weil erstmals viel Unterricht in die Nachmittagsstunden gelegt wurden“, fasste Thomas Meesters zusammen. Dennoch habe man Zeit für schöne gemeinsame Unternehmungen wie die Skifreizeit in Norditalien gehabt, erinnerten Isabel Pfeifer und Murtaza Köksal in ihren ganz persönlichen Rückblicken.

Im Namen der Lehrer machten sich Sonja Böhlen und Tim Sauerwein Gedanken über das Glück und wie jeder es für sich finden kann. Interessant auch die Frage, ob denn das Glück jeden findet.

Ihr Fazit: Oft muss man kämpfen im Leben. Erwartet nicht, dass euer Weg immer so gerade ist wie die Große Allee. Habt keine Angst, auch mal einen anderen Weg einzuschlagen und habt Mut, etwas zu wagen.“

Ähnlich äußerte sich Bad Arolsens Erster Stadtrat Helmut Hausmann, der die Grüße des Bürgermeisters und der städtischen Gremien überbrachte. Hausmann forderte die Abiturienten auf, sich in Politik und Gesellschaft einzumischen.

Dazu ermunterte auch Dekanin Eva Brinke-Kriebel, die die Abiturienten aufrief, sich dafür einzusetzen, dass die Welt ein wenig besser und solidarischer werde: „Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die sich einmischen und sich für ihre Mitmenschen einsetzen.“

Im Namen des Elternbeirats und des Fördervereins gratulierte Marianne Blume und ging ebenfalls auf das Jahrgangsmotto „Abi-Vegas“ ein. Anerkennend stellte sie fest: Ihr habt euren ganz persönlichen Jack-Pot geknackt.

Oberstufen-Koordinator Hans-Joachim Orawetz stellte fest: „Der G-8-Jahrgang hat es mit all den Umstellungen sicher nicht leicht gehabt. Dennoch haben die meisten die Abitur-Hürde mit Bravour gemeistert

„Ihr habt ein gutes Rüstzeug mitbekommen. Macht was draus“, gab Schulleiterin Cornelie Seedig den 78 frisch gebackenen Abiturienten bei der Abifeier in Mengeringhausen mit auf den Weg. Gemeinsam mit Professor Karl-Heinz Bartsch vom Ehemaligenverein vergab die Schulleiterin Bestenpreise an herausragende Schüler. Jahrgangsbester Thomas Meersters erhielt einen Preis gestiftet vom Verein der Mathematiker. Jakob Wießner und Constantin Vogel erhielten den Bestenpreis der chemischen Gesellschaft. Thomas Kräger und Nicholas Möde wurden für ihre Leistungen im Fach Physik ausgezeichnet. Einen Bestenpreis im Fach Latein erhielt Thomas Blömeke.

Für ihr Engagement in der Theater-AG erhielten Marla Baier, Helena von Elverfeldt, Chiara Kleinke, Isabell Pfeiffer und Simon Paulekuhn eine Anerkennung. Außerdem scheiden mit diesem Abiturjahrgang zehn aktive Musiker aus den Ensembles der Christian-Rauch-Schule aus.

Ihren musikalischen Abschied gaben sie mit ihren Auftritten im Orchester unter Leitung von Rainer W. Böttcher und in der Big-Band unter Leitung von Susanne Scheffke. Allerdings werden die meisten von ihnen noch bei den Orchesterauftritten in Frankenberg und in der Stiftsruine von Bad Hersfeld noch einmal gemeinsam auftreten, bevor sie dann ihr Studium oder ihre Ausbildung beginnen.

Erstaunlich viele Schüler dieses Abiturientenjahrgangs planen als nächstes einen längeren Auslandsaufenthalt. - Das gewonnene Jahr durch G-8 macht‘s möglich. Dabei hatte die Politik die Einführung des um ein Jahr verkürzten Abiturs mit der Forderung des Arbeitsmarktes nach jüngeren Hochschulabsolventen begründet.

Die Abiturfeier war auch der Rahmen für die Klassentreffen der Abiturjubilare, die von 25, 40, 50 und 70JahrenihreReifeprüfungin BadArolsenabgelegt haben. (Elmar Schulten)

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