Künstler Blum ist ein kritischer Grübler

Gespannt auf Obamas zweite Berlin-Rede

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Bad Arolsen - Der Künstler Dieter Blum beschränkt sich nicht darauf, schöne Bilder zu malen und Installationen zu gestalten. Blum macht sich Gedanken über Gott und die Welt, und nicht selten reflektiert er die aktuelle Politik in seinen Werken.

So war es auch vor fünf Jahren, als Barack Obama - damals noch im Wahlkampf für seine erste Amtszeit - in Berlin anklopfte und darum bat, vor dem Brandenburger Tor zu sprechen. Die Bundesregierung lehnte damals ab und verwies darauf, dass dieser besondere Platz bisher nur gewählten Präsidenten, nicht aber Kandida-ten vorbehalten war.

Obama hatte die Botschaft verstanden. Er sprach damals vor der Siegessäule vor einer jubelnden Menge. Schließlich galt der Kandidat damals vielen noch als Heilsbringer, der den Irak- und den Afghanistan-Krieg beenden und das Gefangenenlager Guantanamo schließen würde.

In Afghanistan wird immer noch gekämpft. In Guantanamo werden immer noch Häftlinge ohne Anklage festgehalten, und das deutsch-amerikanische Verhältnis hat sich abgekühlt.

Doch heute wird US-Präsident Barack Obama seine vor fünf Jahren geplante Rede vor dem Brandenburger Tor nachholen. Man darf gespannt sein, was er den Deutschen zu sagen hat und ob er die immense Datensammelflut der US-Regierung in Europa ansprechen wird. Dieter Blum wird wieder gut zuhören und sich seinen Reim darauf machen.

Der Bad Arolser Künstler jedenfalls hat das Gefühl, dass seine Collage von damals heute so aktuell ist wie nie. Er lädt Interessierte täglich von 9 bis 16 Uhr in seine Kunstgalerie Caleidos in der Mannelstraße 3 ein. (es)

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