Ungewohnte Einblicke in Bad Arolser Residenzschloss

Glanzlichter und verborgene Schätze

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Ein Glanzlicht des Residenzschlosses in Bad Arolsen ist das „Alhambra-Zimmer“, das auch ein Zeichen der Weltläufigkeit der Fürsten ist.  Foto: Armin Haß

 Außer den bekannten Glanzlichtern kamen beim Tag der Schlösser und Burgen im Residenzschloss Bad Arolsen einmal die verborgenen Schätze zur Geltung.

So konnten im privaten Gemach das fürstliche Tafelsilber, ein in den Generationen weiter gereichter, kunstvoll bestickter Brautschleier und gut erhaltenes Spielzeug bestaunt werden.

Die Museumsführerinnen unter der Regie von Angelika Sarnowitsch hatten vom Vormittag bis zum späten Nachmittag gut zu tun, um Besuchergruppen auch durch die weniger bekannten Räume zu führen.

Eine holländische Gruppe bekam in ihrer Muttersprache eine Führung durch das barocke Bauwerk, in dem die spätere Königinmutter Emma groß wurde und ihren späteren Gemahl, König Wilhelm, heiratete.

Dass Hochzeiten heutzutage in verschiedenen Räumen des Schlosses möglich sind, wurde in Zusammenarbeit mit dem Welcome-Hotel gezeigt, das die organisatorische Seite bei Feiern übernimmt. Neben der Schlosskapelle für den kirchlichen Teil stehen für die standesamtliche Trauung das Gobelin- und das Jagdzimmer zur Verfügung.

Märchenhafte Geschichten passen zur Atmosphäre eines solchen Schlosses. Daher lasen die Schlossführerinnen auch aus Sagen und Legenden, die Louis Curtze im Waldecker Land einst sammelte. Der Sprachforscher stand im engen Kontakt mit den Brüdern Grimm. Allerdings nicht wegen deren Märchensammlung, sondern wegen des Wörterbuches der Sprachwissenschaftler.

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