Leader-Region wird ab 2014 größer zugeschnitten sein

Glorreiche Sieben am Start

Sie wollen sich gemeinsam um den Leader-Status bewerben, v. l.: die Bürgermeister Thomas Trachte, Elmar Schröder, Bernd Wecker vom Regionalmanagement Diemelsee, Jürgen van der Horst, Projektleiter Dr. Marc Müllenhoff, Stadträtin Iris Ruhwedel, Stefan Dittmann, Josephine Lenk vom Regionalmanagement Diemelsee, Hartmut Linnekugel und Volker Becker. Foto: Elmar Schulten

Nordwaldeck - Gemeinsam sind sie stärker: Die Städte und Gemeinden, die bisher im Stadtumbau Nordwaldeck und in der Leader-Region Naturpark Diemelsee zusammen-gearbeitet haben, planen für die nächsten sieben Jahre ein gemeinsames Entwicklungsprojekt.

Mit sanftem Druck bemüht sich die Landesregierung, die interkommunale Zusammenarbeit zu forcieren. Dazu gehört wohl auch die Forderung, für neue Förderregionen nach dem Leader-Programm der Europäischen Union eine Mindestgröße von 50000 Einwohnern vorzugeben.

Deshalb schicken sich nun die Städte Korbach, Bad Arolsen, Diemelstadt und Volkmarsen sowie die Gemeinden Willingen, Twistetal und Diemelsee an, für die im kommenden Jahr beginnende Förderperiode bis 2020 einen gemeinsamen För-derantrag einzureichen.

Formell muss dieser Antrag gleichlautend von allen beteiligten Stadt- und Gemeinde-parlamenten beraten und beschlossen werden. Das soll noch im Dezember geschehen. Einig sind sich die beteiligten Bürgermeister, dass das Projektmanagement vom Planungsbüro Bioline aus Lichtenfels übernommen werden soll, das bereits auf sieben Jahre Leader-Erfahrung in der Leader-Region Naturpark Diemelsee aufbauen kann.

Für Bürgermeister Jürgen van der Horst und seine Kollegen steht fest, dass die demnächst auslaufenden Förderprogramme Stadtumbau Nordwaldeck und Leader-Region Naturpark Diemelsee sehr erfolgreich verlaufen sind. Van der Horst: „Wenn man zwei gute Teams zusammenführt, stehen die Chancen gut, dass das Ergebnis ebenfalls gut wird.“

Entwicklungskonzept

Die Fördersystematik sieht vor, dass die beteiligten Kommunen als Erstes ein gemeinsames regionales Entwicklungskonzept erarbeiten. Das geht nicht ohne breite Bürgerbeteiligung. Ähnlich wie zuvor bei den Vorgänger-Projekten sind also wieder die Bürger aufgefordert, ihre Forderungen und Wünsche an die Politik zu formulieren. Dabei sollen die Abstimmungsgespräche deutlich straffer gefasst werden, damit es nicht wieder zu Ermüdungserscheinungen und Frustrationen bei den Beteiligten kommt. Im Übrigen soll auf die Ergebnisse der vorangegangenen Beratungsrunden aufgebaut werden. Bis August 2014 muss diese Phase abgeschlossen sein.

Wenn es dann an die Umsetzung der Projekte geht, wollen die beteiligten Kommunen nicht in einen Wettstreit um die meisten Fördergelder eintreten, so jedenfalls die gestrige Absichtserklärung. Vielmehr solle es einen Wettlauf um die besten Projektideen geben, denn am Ende profitiere die gesamte Region, wenn Vorhaben umgesetzt würden, die Arbeitsplätze schaffen und die Region bundesweit bekannter machen.

Konkret ist mit Fördergeldern in der Größenordnung von zwei Millionen Euro zu rechnen, die über einen Zeitraum von sieben Jahren auf sieben Kommunen ausgeschüttet werden. Der Schwerpunkt soll ausdrücklich bei privaten Projekten liegen. Die Kommunen wollen sich mit eigenen Maßnahmen zurückhalten.

Kommentare