Tuspo-Mengeringhausen setzt auf Jugendarbeit

Größter Sportverein breit aufgestellt

Ehrungen beim TuSpo Mengeringhausen: V.l. Hiltrud Probstfeld, Carsten Hohmann (Kassierer), Elli Bergmann, Marita Feurich, Klaus Sender, Thomas Foell (Schriftführer), Bärbel Demal, Dieter Feurich, Wolfgang Hoffmann Andreas Göbel, Karl-Heinz Ponzelar, Erhar

Mengeringhausen - Der TuSpo Mengeringhausen bleibt mit 1011 Mitgliedern Bad Arolsens größter Verein mit sportlichen Angeboten in den Bereichen, Fußball, Turnen, Tennis, Tischtennis und Radball.

Noch nicht geklärt ist die künftige Vorstandsbesetzung. Deshalb wurden die eigentlich turnusmäßig anstehenden Wahlen auf die nächste Jahreshauptversammlung verschoben. Vorsitzender Wilhelm Müller erklärte, der geschäftsführende Vorstand mit Kassierer Carsten Hohmann und Schriftführer Thomas Foell bleibe nach wie vor im Amt und handlungsfähig,

Die nächsten Wochen und Monate würden genutzt, um einen neuen Stellvertretenden vorsitzenden und eine Jugendwart zu finden. Für letztere Position sei sogar schon eine geeignete Kandidatin gefunden, die sich demnäcsht im Vorstand über ihre Aufgaben informieren wolle.

Um die nächste Vorstandswahl zu erleichtern, wurde von der Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung beschlossen, mit der ausdrücklich die Blockwahl kompletter Vorstandsbesetzungen zulässig ermöglicht wurde.

Den größten sportlichen Erfolg verzeichnete im vergangenen Jahr die kleinste Abteilung: Die u-15 Mannschaft der Radballer (Lehmann/Weiß) schaffte es bis ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. Die U-19-Mannschaft (Keil/Verriet) qualifizierte sich immerhin für das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft, wie Abteilungsleiter Jörg Franke bei der Jahreshauptversammlung berichtete

Tennis braucht Nachwuchs

Im Seniorenbereich strampeln die Mengeringhäuser Radballer in der Kreisliga und Bezirksliga.

Die Kunstradfahrer besuchen zwar keine Wettbewerbe, sorgen jedoch stets mit flotten Showauftritten für Beifallsstürme, so zuletzt bei der dreistündigen Sportschau des TuSpo.

Große Breitenwirkung aht zudem das Volksradfahren, an dem sich im vergangenen Jahr 130 Radler beteiligten.

Mit zwei neuen Übungsleitern für den Radball- und Mountainbike-Bereich wollen die Radsportler ihr Angebot noch ausweiten.

Die Tennisabteilung hat über Nachwuchsmangel zu klagen. 41 Prozent der Mitglieder sind älter als 61 Jahre, 17 bewegen sich zwischen 40 und 60 Jahren. Jünger als 19 Jahre sind derzeit nur 19 der 100 Mitglieder. Dennoch schauen die Tennisspieler unter Leitung von Laus Sender optimistisch in die neue Saison: Im Bereich U-14 und U-18 wurden Spielgemeinschaften mit Bad Arolsen und Adorf gebildet.

Die Tischtennisabteilung konnte für die aktuelle Saison nur noch eine Mannschaft melden. Beim Ende April anstehenden, außerordentlichen Tischtennis-Kreistag soll die Mannschaftsgröße von sechs auf vier Spieler verringert werden, was dem Spielbetrieb guttun soll.

Die Turnabteilung ist mit 483 Mitglieder die größte Abteilung. Davon sind 167 unter 18 Jahren. In insgesamt 15 Gruppen bieten die 16 Übungsleiter sportliche Herausforderungen für jede Altersgruppe an.

Die Fußballabteilung zählt 382 Mitglieder, davon neun weibliche und 177 Jugendliche. „Wir setzen vollständig auf eigene Jugendspieler, zahlen keine Fahrtkosten für auswärtige Spieler“, erklärte Abteilungsleiter Carsten Hohmann die eigene Strategie. In der Folge sei Mengeringhausen nicht in höheren Spielklassen vertreten, hoffe aber, dass sich auf die Dauer auch kontinuierliche Jugendarbeit auszahle. Hohmann: „Wir brauchen einen langen Atem.“

Zahlreiche Ehrungen

Ein Problem sei allerdings der Mangel an zahlenden Zuschauern. Es habe Spiele mit 50 Euro Einnahmen und 110 Euro Schiedsrichter-Honorar gegeben. Der Vrein brauche unbedingt die Unterstützung seiner Mitglieder. Erfreulich sei die Präsenz von drei eigenen Schiedsrichtern, Manfred Pallagst, Thorsten Reuter und Daniel Schubert. So seien dem TuSpo bisher sowohl Strafzahlungen als auch Punktabzüge erspart geblieben. Ausdrücklich dankte Hohmann dem Einsatz der Mengeringhäuser Firmen Franke und Engelhard bei der Renovierung des Vereinsheims mit Akustikdecke und Energiesparlampen. Nur so sei das Vereinsheim auf Dauer zu finanzieren.

Schließlich nutzte Vorsitzender Wilhelm Müller die Gelegenheit, verdienste Mitglieder auszuzeichnen: Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Klaus Sender, Andreas Göbel und Dieter Feurich die Ehrennadel in Silber. Die Ehrennadel in Gold ging nach 50 Jahren Vereinstreue an peter Schmidt und Elli Bergmann.

Die Verdienstnadel in Silber erhielten die Übungsleiterinnen Hiltrud Probstfeld und Marita Feurich. Mit der Verdienstnadel in Gold wurden Bärbel Demal und Erhard Franke ausgezeichnet. Zu Ehrenmitgliedern wurden der Tennisspieler Karl Heinz Ponzelar und der Radsportler Wolfgang Hoffmann ernannt.

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