BAD AROLSEN

Heftchenroman kommt auf die Theaterbühne

Nanu, was tut sich denn da auf dem Gipfel? Hochwürden (Benno Hess) mit der Geierwally (Anette Spiße) im Statt-Theater Mengeringhausen. Foto: Sandra Simshäuser

- Bad arolsen (sim). Auf der Alm, da gibt's koa Sünd!? – Von wegen, wie die neueste Statt-Theater-Produktion beweist: Die „Geierwally“ feiert am 11. September Premiere. Rein in die Alpen und ran ans Geschehen heißt es bei dieser neuen Inszenierung für die Zuschauer im Theater-laden an der Kirche.

Schräg, schrill und äußerst lebendig geht es in der neuesten Inszenierung des Mengeringhäuser Ensembles zu, bei der das Publikum so einige Überraschungen erwartet. Die Regie haben Rudolf Künstel und Rainer Hutwelker übernommen. Aber auch der ins Kloster gegangene Andreas Müller hat der Dramaturgie seine Handschrift aufgedrückt. Für die Premiere am Freitag, 11. September, verlosen die Waldeckische Landeszeitung und das Statt-Theater dreimal zwei Karten. Wer sich an der Verlosung beteiligen möchte, sollte bis zum Montag, 7. September, eine Postkarte mit dem Stichwort „Geierwally“ an die WLZ-Redaktion in Bad Arolsen senden. Willkommen sind auch E-Mails an: bad.arolsen@wlz-fz.de Zum Inhalt des humorvollen Theaterstücks: „Geierwally“ wird Walburga Strominger genannt, seit sie einen jungen Geier aus der Steilwand holte. Ihr Vater, der reiche Höchstbauer will sie mit dem Gellner Vinzenz verheiraten, aber das Herz des Mädchens gehört dem starken Bären-Josef. Geierwally ist eine Geschichte über Freiheit und Enge, sie erzählt vom Hochgebirge und vom tiefen Tal, von einer stolzen Tochter und ihrer verbotenen Liebe. Geierwally ist Heftchenroman und großes Gefühlstheater. Schwere Schneegewitter und leichte Alpengeister gruppieren sich in einem nicht immer ernst zu nehmenden bunten Bilderreigen. Geierwally ist Volkstheater, Comedy-Theater in der legendären Fassung von Walter Bockmayer. Geierwally ist eine Frau auf der Suche nach „einem, der mi lieb hat, und zwar so, wie i bin, mit Geier!“ Autor Walter Bockmayer, selbst „Wally“ genannt, inszenierte die „Geierwally“ zunächst im Oktober 1984 als parodistisches Theaterstück auf der Kölner Bühne „Theater in der Filmdose“. Zwei Jahre lang lief das Stück vor ausverkauftem Haus. Im Juni 1987 begannen in der ös-terreichischen Gemeinde Gramais in den Tiroler Alpen die Dreharbeiten zu Bockmayers Filmversion des Romans von Wilhelmine von Hillern – als schrille Heimatfilm-Parodie mit schrägen Musikeinlagen. Die Premiere ist am 11. September um 20 Uhr im Theaterladen an der Kirche. Weitere Vorstellungen am 12., 18., 19. und 26. September, jeweils um 20 Uhr, außerdem am 27. September um 18 Uhr. Sonderaufführungen für Gruppen auf Anfrage auch an Werktagen. Da im Theaterladen nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen vorhanden ist, wird empfohlen, die Karten im Vorverkauf bei der Waldecker Bank in Mengeringhausen oder der Buchhandlung Kirstein, Bad Arolsen, zu erwerben oder über den Kartenservice zu reservieren. Karten für alle Aufführungen gibt es ab sofort am Telefon unter 05691/3601 oder per E-Mail: kartenvorverkauf@statt-theater.net zum Preis von sieben Euro, ermäßigt vier Euro.

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