Hesperinghäuser Schlagersängerin hat große Fangemeinde

Heidi vermisst ihre erste Platte

Heidi Hedtmann mit ihren drei neuesten CD. Der Sauerlandjodler besticht durch das freche Coverfoto. Foto: Sandra Simshäuser

Diemelstadt - Schlagersängerin Heidi Hedtmann will es wissen: Mit Volks- und Weihnachtsliedern sowie dem „Sauerlandjodler“ legt die gebürtige Hesperinghäuserin gleich drei neue Tonträger vor.

In ihrem Heimatort hatte sich ihre Musikkarriere schon früh abgezeichnet.

„Am Rosenmontag bin ich geboren“, durfte Heidi Hedtmann als grade mal Dreijährige bei der Hesperinghäuser Karnevalssitzung schmettern. „Und zwar auf der Großenbühne, nicht beim Kinderkarneval“, schmunzelt die vielbeschäftigte Künstlerin, die in der Region als „jodelnde Stimme aus dem Sauerland“ bekannt ist.

Stolze 38 Singles, Schallplatten und CDs hat sie im Lauf ihrer Gesangskarriere aufge-nommen. Allein im laufenden Jahr ist Heidi Hedtmann mehr als einhundertmal bei Festveranstaltungen, bei Familienfeiern und auf Märkten aufgetreten.

Aktuell ist sie auf hessischen und westfälischen Weihnachtsmärkten unterwegs. Unglaubliche 639 Titel hat sie bei ihren Auftritten im Gepäck: „Da sind alle Musikrichtungen dabei, von den Toten Hosen bis zur Volksmusik“, erzählt die Sängerin, deren volle, dunkle Stimme die Gesangsausbildung verrät.

Diese Abwechslung, so berichtet sie, mache für sie auch den Reiz bei den vielen unterschiedlichen Auftritte aus: „Ich habe immer ein anderes Publikum und lasse die Leute mitbestimmen, was kommt.“

Dass zu ihrem „Kundenstamm“ auch diverse Seniorenheime zählen, ist kein Zufall. Im Waldeckschen Diakonissenhaus Sophienheim hat die Wahl-Marsbergerin einst ihre Ausbildung zur Betreuungsfachkraft mit Schwerpunkt Musik absolviert. Nach wie vor arbeitet sie halbtags in einem Seniorenheim in Brilon. Mehr sei zeit-lich nicht mehr drin, berichtet Heidi Hedtmann, die ihren „Zweitberuf“ dennoch sichtlich genießt.

Bei der Musiktherapie kann sie ihre Leidenschaft fürs Singen sogar mit der Arbeit verbinden. Bei den alten Menschen kommen volkstümliche Lieder besonders gut an. Insbesondere auf Demenzkranke, die häufig unruhig seien, hätten die bekannten Melodien eine sichtbar beruhigende und entspannende Wirkung, erzählt die Künstlerin: „Das ist dann immer ein Erfolg.“

Eine Tugend hat Heidi Hedtmann auch aus der Nachfrage nach eigenen CDs gemacht und ist ins Tonstudio gegangen.

Mit „Meine schönsten Volkslieder“ und „Die Sehnsucht nach Haus“ liegen nun zwei brandneue Tonträger der Sängerin vor: einmal mit volkstümlichem Liedgut sowie mit weihnachtlichen Klassikern und neuen Songs, die Festtagsstimmung verbreiten sollen.

Auf den ganz großen Wurf setzt Heidi Hedtmann aber mit dem „Sauerlandjodler“. Für den partytauglichen Hit hat sich ein Musikverlag gefunden, unter dessen Regie auch das freche Coverfoto entstanden ist, das an „Antonia aus Tirol“ erinnern soll, wie die Wahl-Marsbergerin erzählt. Der Song soll eine Marktnische füllen: „Sauerländer, die jodeln, gibt‘s sonst nicht“, streicht Heidi Hedtmann heraus.

Die armen Komponisten

Ideen habe sie auch zu zwei der anderen, allesamt feten-tauglichen Titeln auf der Scheibe beigesteuert. Mit dem Texter Heinz Klockhaus verbinde sie schon eine lange Zusammenarbeit, sagt Heidi Hedtmann. Kritischer sieht die Vollblut-Musikerin schon den Komponisten auf die Finger: „Die haben‘s schwer bei mit“, verrät sie.

Auch mit ihrem Heimatort Hesperinghausen fühlt Heidi Hedtmann sich eng verbun-den. Regelmäßig ist sie dort bei der Familie zu Besuch. Als Sängerin hat sie mit dem Reiterhof Römer obendrein den perfekten Ort gefunden, um die Fotoaufnahmen für die drei neuen CD-Cover in rustikal-ländlicher Umgebung zu machen.

In ihrer alten Heimat könnte die vielseitige Künstlerin vielleicht auch noch bei einer weiteren Sache fündig werden. Seit Jahren sucht Heidi Hedtmann nämlich nach ihrer ersten Single mit dem Titel „Ich fang soeben erst an zu leben“. Im zarten Alter von zwölf Jahren hatte sie das Lied im Tonstudio eingesungen, ihr eigenes Exemplar ist später verloren gegangen.

Bei diversen Auktionshäusern im Internet habe sie bisher vergeblich nach der Scheibe Ausschau gehalten, erzählt die Sängerin, die sich über Hinweise an ihre Mailadresse heidi-hedtmann@web.de freuen würde.

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