Neue Exponate über belgische Streitrkräfte fürs Historicum

"Heimkehr" in alte Garnison

Bad Arolsen - Das Museum Historicum 20 ist durch Uniformen, Fotos, Aufzeichnungen und persönliche Erinnerungsstücke aus dem Museum der Belgischen Streitkräfte in Deutschland in Soest bereichert worden. Die Memorabilien gehörten Soldaten, die in Arolsen stationiert waren.

Die Erinnerungen, die sich um einen vom König verliehenen Säbel, einen Degen mit abgebrochener Spitze oder Abschiedsgeschenke ranken, verdienten es, ebenfalls aufgezeichnet und für das Museum dokumentiert zu werden. Da ist der frühere Kasernen-Spieß und Chef der Unteroffiziere der belgischen Streitkräfte in Arolsen, Louis Thirion, der mit seinen markigen Gesichtszügen schon einiges über seinen Werdegang verrät. Schließlich erinnern Uniformen an den einstigen Kommandeur des Aufklärerregiments Jägers te Paard, Colonel Georges Lavigne , oder den Kommandanten Gilbert Mons. Die Erinnerungsstücke decken den Zeitraum von den 50er Jahren, in denen die Belgier auch noch in Kassel und Arnsberg stationiert waren , bis vor der Auflösung des Standortes 1994 ab, als die Belgier schon lange nicht mehr als östlichster Vorposten gegen einen Angriff des Ostblocks bereitstanden, sondern in Ex-Jugoslawien oder in Somalia neue Aufgaben wahrnahmen. Aus Platzgründen müssen einige Exponate im Depot bleiben, bis sie vielleicht im Rahmen einer größeren Ausstellung der Öffentlichkeit gezeigt werden. Im Museum in Soest, wo an die Geschichte der belgischen Streitkräfte in Deutschland erinnert wird, lagern weitere Austellungstücke zu Arolsen. Robert Grootjans, lange Zeit Fotograf in Uniform bei den Jagers in Arolsen, lebt nun in der Partnerstadt Heusden-Zolder und hat sich mit Sohn Jean-Pierre aufgemacht, wichtige Erinnerungstücke von Soest in „seine“ ehemalige Garnisonsstadt zu übermitteln. Mit ihm freuten sich der langjährige Schulleiter und heutige Vorsitzende der Reservisten in Arolsen, Maurits Bulckens, und sein Stellvertreter Roland Sengier über die „Heimkehr“ der sehenswerten Stücke. Ein besonderes Stück ist die Uniform, wie sie die Ehrenwache bei verschiedenen Anlässen getragen hat: Der einstige Chef der früheren Kleiderfabrik in Mengeringhausen, Karl-Heinz Kaiser, zeichnete für die Anfertigung dieser aus edlem Tuch geschneiderten Bekleidung verantwortlich.Die Leiterin des Museums der Stadt, Dr. Birgit Kümmel, dankte für die Bereitstellung der neuen Exponat, mit denen ein wesentlicher Teil der Geschichte der ehemaligen Arolser Kaserne noch etwas farbiger und nuancenreicher dargestellt werden kann. (ah)

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